Twitter richtig nutzen
March 14th, 2008 by Kirsten Erlenbruch
Für den freundlichen Umgang zwischen menschlichen Wesen gibt es so ein paar, oft ungeschriebene, Gesetze. Auch wenn so mancher denkt, dass diese im Internet keine Geltung hätten - weit gefehlt!!
Das gilt natürlich auch für die Kommunikation mit und über Twitter.
Ihnen stehen 140 Zeichen zur Verfügung (das wurde so ausgewählt, um die Tweets auch als SMS versenden zu können) - also fassen Sie sich kurz. Erfreulicherweise nutzt Twitter den Service tiny-url und kürzt so auch lange HTML-Links ab. Übrigens: Sollten Sie auf die Idee kommen, dauerhaft nur auf Ihre eigene Seite zu verlinken um entsprechend viele Backlinks zu generieren: Vergessen Sie es. Alle Twitter-Links sind “no-follow” und somit als Backlinks wertlos. Sie dienen wirklich und einzig und allein nur der Information.
Widerstehen Sie der Versuchung Twitter als eine Art IM, also Instant Messenger zu nutzen. Es gibt natürlich die Möglichkeit an andere Twitter-Mitglieder direkte Nachrichten zu versenden. Diese sind jedoch öffentlich lesbar, will heißen: Alle Personen, die Ihnen folgen, können lesen, was Sie schreiben. Wenn die Personen, die Ihnen folgen, nicht zufällig auch ihrem Best Buddy folgen, dann sind hier sehr einseitige Bruchstücke von Kommunikation zu lesen. Sehr, sehr öde für alle Leser und, wenn es sich häuft, auch ziemlich ärgerlich.
Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass man sich kurz austauscht, vielleicht einen aktuellen Treffpunkt für eine Verabredung ausmacht (wenn Sie nichts dagegen haben, dass sich dort dann eventuell auch alle Ihre Fans einfinden…), etc. Aber für lange Diskussionen eignet sich Twitter nicht und es ist ziemlich unhöflich, die Allgemeinheit damit zu belästigen.
Auf der rechten Seite Ihrer Twitter-Seite finden Sie diesen grünen Kasten. Ihr letzter Twitter-Eintrag wird hier angezeigt sowie welche Art der Benachrichtigung Sie eingestellt haben. Sie können den Twitter-Dienst rein über das Internet nutzen, oder sich die Feeds per SMS zusenden lassen und ebenso per SMS neue Einträge generieren.
Hierzu gleich ein CAVEAT: Je nachdem, wie vielen Personen Sie folgen und wie rege diese Twitter nutzen, kann das mit dem SMS-Service sehr, sehr schnell ins Geld gehen. Ich habe von Leuten gehört, die plötzlich Handyrechnungen von mehreren hundert Euro hatten. Also Vorsicht!
Im Bereich Stats, also Statistik sehen Sie, wie vielen Personen Sie folgen und wie viele Personen Ihnen folgen. Weiter wird angezeigt, wie viele Einträge Sie bereits vorgenommen haben und wie viele Direktnachrichten versendet wurden.
Unter jedem Twitter-Eintrag ist ein kleines Sternchen, das bei Anklicken zu einer Art Bookmark wird. Unter Favorites werden diese besonderen Einträge dann gesammelt. Sinnvoll, wenn Sie sich z.B. einen bestimmten Link in einem Twitter-Eintrag merken möchten.
Weiter unten können Sie dann nach Personen bei Twitter suchen und, hier nicht zu sehen, es werden die Personen mit Ihren Icons angezeigt, denen Sie derzeit gerade folgen.
Wie oft sollen Sie Einträge vornehmen?
Schwer zu sagen. Wenn Sie wirklich etwas zu sagen haben, dann so oft Sie wirklich Neuigkeiten haben, die Ihre Fangemeinde interessieren könnten. Langweilen Sie die Leute aber nicht mit Plattitüden oder permanenter Selbstvermarktung. Was nicht heißt, dass Sie nicht auch etwas von sich erzählen dürfen, schließlich sind wir alle Menschen und wir haben es mit Menschen zu tun. Das vergessen wir viel zu oft über der ganzen Technik. Wie weit Sie andere in Ihr Privatleben blicken lassen möchten, müssen Sie letztlich selbst entscheiden.
Wie immer, die richtige Mischung und der richtige Ton machen auch hier die Musik.
This entry was posted on Friday, March 14th, 2008 at 9:05 am and is filed under How-to, Social Networking, Twitter. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.



