Sind Blogger bestechlich?
July 28th, 2008 by Kirsten Erlenbruch
Es gibt Blogger und Blogger, schliesslich gibt es ja auch Menschen und Menschen - oder wie? Die Grundidee eines Weblogs war es irgendwann einmal, Plattformen zu schaffen, auf denen alle Menschen über alle Themen reden und sich austauschen konnten.
Das passierte und passiert mal mit mehr, mal mit weniger Niveau, mal interessanter und mal weniger interessant. Aber, so zumindest Anspruch und Hoffnung der Leserschaft, immer ehrlich.
Irgendwann haben die Medien die Macht der Weblogs entdeckt und kurz danach kamen Marketing- und PR-Spezialisten, gefolgt von ersten Konzernen. Soweit ist alles noch im grünen Bereich.
Fragwürdig wird es aber, wenn meinungsbildende Blogger (liebe Leser, das sind schlicht die Weblogs mit einer großen Leserschaft oder Reitweiche) gezielt angesprochen werden mit der Aufforderung gegen Entlohnung über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu bloggen.
So geschehen von der Agentur Dot-Films, die im Auftrag von Gruner & Jahr deren Reiseportal medial auf die Sprünge helfen sollte. Wogegen ja prinzipiell nichts einzuwenden ist. Die Art und Weise wie das geschehen ist, ist jedoch zumindest fragwürdig.
Hier wurden für Besprechungen des Reiseportals Belohnungen je nach Anzahl der Leser (bis zu sagenhaften € 150,00) versprochen. Mal abgesehen von der völlig lächerlichen Summe, ist das dann doch wohl eine etwas sehr plumpe Annäherung, die in der “Blogosphäre” zurecht etliche Diskussionen ausgelöst hat.
Die ganze Geschichte können Sie bei Thomas Küwer im Handelsblatt-Blog “Indiskretion Ehrensache” nachlesen. Auch die Fachzeitschrift Werben & Verkaufen hat sich auf ihrer Webseite des Themas angenommen.
Für Sie zur Information und zu diesem Blog: Wie Sie wissen, stelle ich hier oftmals neue Webseiten, Portale oder Internet-basierte Dienstleistungen vor. Dies geschieht unentgeltlich. Ich empfehle ausserdem ausschließlich Seiten oder Dienste, die ich selbst getestet und für gut oder zumindest interessant erachtet habe, oder bespreche eben diese, die nicht meiner Meinung nach nicht so gut abschneiden.
Sollten Sie auf diesem Weblog Werbung finden, dann ist diese als solche entsprechend kenntlich gemacht.
Und ja, wenn Sie über diesen Weblog die Bücher bestellen, die ich Ihnen empfehle (weil ich sie selbst gelesen habe und begeistert bin), dann verdienen wir daran ein paar Euro-Cent (mehr ist es leider nicht) über das Amazon-Affiliate Programm. Wir bekommen allerdings keinerlei Zuwendungen von Verlagen, Agenturen oder Autoren.
So, dann ist das damit auch geklärt. Noch Fragen? Jederzeit gerne!
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