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Nachlese zum Frauen Barcamp in München

September 1st, 2008 by Kirsten Erlenbruch

#FBCAm Samstag, 30. August 2008, war Frauen Barcamp in München. Um es gleich vorweg zu schicken - es war super.

Barcamp - was ist das und wie läuft es ab

Für mich persönlich war es das erste Barcamp. Ich hatte so eine (sehr) vage Vorstellung, wie das ablaufen könnte und diese wurde auch nicht enttäuscht. Getagt wurde in den sehr schönen und technisch hervorragend augestatteten Räumen von eLab auf der Sonnenstraße. Hätte ich gar nicht vermutet, was es da so alles gibt (also auf der Sonnenstraße).

Die rundherum-Organisation war hervorragend, ebenso das Catering (wirklich lecker, allein dafür komme ich gerne nochmal wieder). Ein ganz klein wenig zu bemängeln habe ich die Organisation der Sessions. Das war zunächst ein wenig chaotisch, was wahrscheinlich daran lag, dass es auch für die Organisatorinnen wohl das erste Barcamp war. So kam der Zeitplan erst ins Hintertreffen und dann ganz schön ins Wanken - was aber der Qualität der Sessions keinen Abbruch tat. Und somit sei dieser winzig kleine Schnitzer (der vielleicht ja auch gar keiner war - ich weiß ja nicht, wie es sonst so abläuft) gleich wieder verziehen.

Es liefen immer parallel in 2 Räumen unterschiedliche Sessions und das von morgens um 11.00 Uhr bis nachmittags um 19.00 Uhr (und etwas darüber hinaus). Die Themen wurden vorher schon mal grob festgelegt und dann mittels Abstimmung durch Klebepunkte “fein-getuned”. So kamen auf jeden Fall alle Themen zum Zug, für die sich die meisten Frauen interessierten. Für jede Session gab es eine Moderatorin, die etwas zum Thema erzählen und die Diskussion leiten konnte. Sinn eines Barcamps ist es, dass nicht einige wenige ihr Wissen “breitflächig ausstreuen”, sondern alle Teilnehmer etwas beitragen und sich austauschen. Also ziemlich viel Dynamik.

Themen des Frauen Barcamps

Diskutiert wurde reichlich und erstaunlich fachkundig. Überhaupt waren die Damen alle top-informiert und bestens ausgebildet. Also eine Ansammlung weiblicher Geeks und Nerds könnte man fast sagen. Aber auch die Frauen, für die vieles im und um das Internet noch Neuland war, kamen auf ihre Kosten (so das Feedback, das bei mir ankam) und konnten eine Menge Wissen und Informationen mitnehmen.

An Themen gab es unter anderem:

  • Web 2.0 Monetarisierung / E-Commerce
  • Twitter
  • Community Trends
  • E-Learning
  • Erfolgsmessung Social Media
  • Content vs. User Generated Content
  • Podcasting
  • Nutzeraktivierung
  • Zielgruppe Frauen
  • Sicherheit in sozialen Netzwerken
  • Frauen und Karriere im Netz
  • Web 2.0 und was kommt dann

Also anspruchsvolle Themen, die sich wohl an jedem anderen (gemischten) Barcamp messen lassen können. Mein Part betraf den Bereich Monetarisierung und wir haben nicht nur engagiert diskutiert, sondern auch so einiges an Neuem gelernt und ausgetauscht. Prinzipiell wurde Kommunikation ganz groß geschrieben und wenn nicht gerade geredet wurde, dann wurden die Laptops bearbeitet und getwitter und gebloggt, was das Zeug hielt. Frauen und Technik - eine wundervolle Kombination ganz offensichtlich. Die bekannte Podcasterin Annik Rubens (nahm sich, wie immer fachkundig und charmant, des Podcasting-Themas an), verriet mir in der Pause, dass sie gar nicht gedacht hätte, dass man über Twitter so viel sagen kann (immerhin eine ganze Stunde).

Der Tag fand bei einer gemeinsamen Party ein Ende, an der ich (sehr bedauerlich) leider nicht teilnehmen konnte, wegen eines anderen Termins. Wenn ich die Feeds aber richtig interpretiere, wurde bis in die frühen Morgenstunden kräftig gefeiert. Recht so.

Und was passiert nach dem Frauen Barcamp?

Gute Frage, ich bin ja nicht die Organisatorin. Ich persönlich, und ich gehe davon aus, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin, hoffe natürlich auch eine Fortsetzung im kommenden Jahr und auf Nachahmerinnen in anderen Städten. Mein Tipp für die Organisation: Macht doch aus 1 Tag einfach 2 Tage und lasst die jeweiligen Sessions 2 x laufen. Ich hätte mir gerne noch mehr Themen angehört, aber da war organisatorisch einfach nicht drin. Dafür würden die meisten Frauen sicherlich auch einen kleinen Obolus entrichten (behaupte ich jetzt mal ganz frech).

Einige (alle?) Sessions wurden gefilmt und es wurden Fotos gemacht. Wer also einen kleinen Einblick haben möchte, der sei auf die Seite des Münchner Frauen Barcamp verwiesen. Die Daten vom Samstag sollten hier in Kürze zu finden sein. Viel Spaß bei der Nachlese.

P.S. Wer mir besonders gut gefallen hat? Nicole Simon und ihre Session über Erfolgsmessung. Ganz hervorragend.

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