Internet Marketing für Anfänger

Alles über Internet-Marketing in den Zeiten von Web 2.0

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Kann man im Internet Geld verdienen?

September 16th, 2008 by Kirsten Erlenbruch

“You bet”, würden die Amerikaner antworten, aber Amerika ist ja bekanntlich das Land der unbegrenzten (Un-)Möglichkeiten.

Wir hier in Deutschland sind da etwas skeptischer, ich antworte also mal mit einem bestimmten “Jein”.

Im englischen Sprachraum ist tatsächlich die Monetarisierung von Webseiten und Weblogs weit voran geschritten. Da gibt es (eine Menge) Geld zu verdienen und es wird auch verdient. Aber, und das ist wichtig: Auch hier gelten die Gesetze des Marktes wie überall.

Wer also die Vorstellung hat, er stellt mal schnell eine Webseite oder einen Weblog ins Netz, füllt die Seite mit qualitativ minderwertigen Inhalten und versucht dann mit Anzeigen auf der Seite und/oder Affilate-Produkten Geld zu verdienen, der irrt und zwar ganz gewaltig. Auch im Internet und auch in den USA ist noch keiner über Nacht zum Millionär geworden (der eine oder andere aber tatsächlich innerhalb von ein paar Monaten).

Geld verdienen im Internet ist Arbeit, harte Arbeit, regelmäßige, tägliche Arbeit. Geld verdienen im Internet heißt jeden Tag (oft auch am Wochenende) viel Zeit vor dem Computer zu verbringen, die eigene Webseite/den eigenen Weblog zu pflegen, Marktforschung zu betreiben, Werbung in eigener Sache zu machen, sich auszutauschen, Statistik und Suchmaschinen im Blick zu behalten, usw. usf.

Zugegeben: Die Amerikaner sind uns hier um Einiges voraus, vielleicht tut man sich hier auch ein wenig leichter mit Werbung. Viele amerikanische Weblogs zeigen irritierend viele Anzeigen für meinen (deutschen) Geschmack - aber erlaubt ist, was gefällt (der jeweiligen Zielgruppe). In unseren Breitengraden muss man es wahrscheinlich ein wenig subtiler anfangen.

Und Leser/Hörer (denn das gilt natürlich auch für Podcasts) werden sich daran gewöhnen müssen, dass gute Inhalte auch irgendwie finanziert werden müssen - im Zweifelsfall eben mit Werbung. Passt die Werbung zum Inhalt des Blogs oder Podcasts, wird es wahrscheinlich weniger Widerstand beim “Publikum” geben.

Der amerikanische Podcaster Leo Laporte ist da für mich ein herausragendes Vorbild. Seine Podcasts werden von Audible (Hörbücher) gesponsert und dies erwähnt er in seinen Podcasts auch. Aber auf eine nette und nützliche Art und Weise indem er jedes Mal ein Audiobuch empfiehlt, das er selbst gerade gehört hat. Da passen Inhalt und Art der Vermarktung ideal zusammen.

Übrigens möchten auch in den USA Leser/Hörer wissen, ob die Empfehlung die in einem Weblog oder einem Podcast ausgesprochen wird, gesponsert ist oder nicht. Und darauf legen auch Anzeigenkunden inzwischen großen Wert, zumindest die, die einen Ruf zu verlieren haben.

Aber lange, lange bevor ein Weblogger oder Podcaster an Werbung denken kann, kommt der Inhalt, dann der Inhalt und, habe ich es schon erwähnt, der Inhalt. Dann kommen die Leser/Hörer und wenn das alles passt evtl. irgendwann auch die Monetarisierung.

Dabei ist es übrigens egal, ob Sie Ihren Blog mit Anzeigen finanzieren wollen oder eigene Produkte im Internet vertreiben möchten. Erst wenn eine gewisse kritsche Masse an Traffic erreicht ist, können Sie mit Umsatz rechnen.

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