Erfolgreiches Internet Marketing

Internet-Marketing in den Zeiten von Web 2.0

Archive for September, 2008



Wie viel darf das Internet wissen?

September 24th, 2008 by Kirsten Erlenbruch

Eine der heftigsten Diskussionen, die bei der Blogger-Konferenz IZEAfest in Orlando geführt wurde, war die über Social Networks und Privatsphäre.

Besonders bei den jüngeren Leuten sinkt die Hemmschwelle, auch intimste Details des Privatlebens im Internet zu veröffentlichen (in Weblogs, Social Networks, Foren, Chatrooms, etc.). Paradox, wenn man bedenkt, wie laut die Stimmen des Protests werden, wenn es um staatlich veranlasste Online-Durchsuchungen geht. Ehrlich gesagt, glaube ich kaum, dass die Staatsgewalt auf den durchsuchten Rechnern viel mehr finden wird, als ohnehin schon irgendwo im Internet kursiert.

Solche Freizügigkeiten sind dem einen oder anderen bereits zum Verhängnis geworden, wenn clevere Personalchefs sich mal etwas intensiver für das Online-Leben ihres hoffnungsvollen Bewerbers gekümmert haben. Nicht jedes Unternehmen toleriert den jugendlichen Hasch-Genuss oder die Mitgliedschaft im Swinger-Club.

Dabei stellt sich mehr und mehr auch die Frage, was dürfen wir über andere im Netz veröffentlichen, z.B. unsere Kinder? So süß der Weblog mit den Bildern und den Berichten von den lieben Kleinen auf den ersten Blick auch sein mag, nicht jeder wird als Erwachsener später begeistert sein, wenn jeder von seinen nächtlichen Angstattacken bei Gewitter lesen kann (von anderen frühkindlichen Erfahrungen ganz zu schweigen). Inwieweit werden hier die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Kinder verletzt?

Oder wird es irgendwann so sein, dass so viel Material über jeden von uns im Netz zu finden ist, dass es auf die einzelne Information (mag sie auch kritische sein) schließlich nicht mehr ankommt?

Wer weiß. Fakt ist, dass wir derzeit alle SEHR genau darüber nachdenken müssen, was wir von uns im Internet preisgeben. Den eines ist klar: Jede, wirklich jede Information ist irgendwo und irgendwie abrufbar. Oder, wie meine Großmutter zu sagen pflegte: “Nichts ist so fein gesponnen, dass es nicht kommt ans Licht der Sonnen”.

Eine Faustregel könnte hierbei sein: Was Sie nicht als Schlagzeile in der Bildzeitung über sich lesen möchten, das sollten Sie auch dem Internet tunlichst nicht anvertrauen.

Inwieweit Sie sich mit z.B. einem Pseudonym schützen können, sei dahingestellt. Ich befürchte, dass ein cleverer “Hacker” auch dieses irgendwann, irgendwie zu Ihnen zurück verfolgen wird und würde auch hier lieber auf Nummer Sicher gehen und nach der Faustregel oben agieren.

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Online Marketing steigt um 20 Prozent in den USA

September 23rd, 2008 by Kirsten Erlenbruch

Den USA droht eine Rezession - einige sind der Meinung, sie sind schon mitten drin. Auf jeden Fall lassen die letzten Ereignisse an der New Yorker Börse nicht viel Gutes erwarten.

Rezessionen treffen Kleinunternehmer und Mittelständler oft besonders hart und in Folge dann, alle Medien, die sich massgeblich durch Werbung finanzieren, also Printmedien, Hörfunk und Fernsehen. Diese Finanzkrise wird  da keine Ausnahme bilden, fast:

Denn die Werbe-Zuwachsraten im Internet belaufen sich in den USA auf 20% im zweiten Quartal 2008 alleine! Will also heißen: Mehr und mehr Unternehmen investieren hauptsächlich in Online-Werbung, da diese preiswerter (also nicht billiger!) und besser auf die jeweilige Zielgruppe zuzuschneiden ist.

Dabei wird das meiste Geld in Suchanzeigen investiert, weiß eMarketer zu berichten, nämlich in diesem Jahr ca. 10,5 Milliarden US Dollar, die hauptsächlich in die Kassen von Google “schwappen”. Wer im Besitz von Google-Aktien ist, kann also auch in nächster Zeit ruhig schlafen - hier scheint erstmal nichts zu befürchten, die Gewinne werden weiter steigen.

Für uns Internet-Marketer heißt das, die Mitbewerber noch genauer beobachten, den Markt noch besser sondieren, die Webseite/den Weblog noch weiter suchmaschinenoptimieren und Geld nur mehr in absolut gezielte Online-Kampagnen stecken. Meiner Meinung nach werden dabei Social Networks in Zukunft eine immer größere und wichtigere Rolle spielen. Ein Blick auf die Werbemöglichkeiten bei z.B. Facebook kann sich da durchaus lohnen.

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Fördert das Internet die Emanzipation?

September 17th, 2008 by Kirsten Erlenbruch

Ich persönlich finde ja, dass das Wort “Emanzipation” stark überstrapaziert ist. Wovon hier die Rede sein soll, ist auch eher die berufliche und geschäftliche Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Bei der Blogger-Konferenz IZEAfest ist mir aufgefallen, dass der Anteil an Frauen erstaunlich hoch war - gute 30% und das bei einem eher männlich, da technisch besetzten Thema. Wenn ich mir andere Web 2.0 Konferenzen so ansehe, stelle ich fest, dass es auch hier mehr und mehr gut ausgebildete und erfolgreiche Frauen gibt, die nicht nur Teilnehmer solcher Konferenzen sind, sondern auch als profunde Rednerinnen auftreten. Bei IZEAfest war 1 von 4 Keynote-Speakern eine Frau und in fast allen Diskussionsrunden war mindestens eine Frau vertreten.

Dabei heißt es doch immer, dass Frauen mit Technik “nichts am Hut haben”. Oder sollte das doch ein Gerücht sein? Und - ist das im deutschsprachigen Raum auch so?

In den USA scheint es so zu sein, dass viele (Haus-)frauen, das Internet nutzen, um von zu Hause aus zu arbeiten und/oder sich neben Haushalt, Kindern, etc. ein Home-based-Business aufzubauen. Was bestimmt eine ganz clevere Idee ist - wie gut das im Einzelfall auch immer funktionieren mag.

Tatsache scheint jedoch zu sein, dass die Scheu, mit und im Internet zu arbeiten, bei Frauen rapide abnimmt. Ich war beim Frauen BarCamp in München im August überrascht, wie viele Frauen nicht nur gekommen waren, sondern sich richtig gut auskannten und das Internet mit all’ seinen Facetten ausgiebigst nutzten.

Jungs, zieht Euch warm an - die neuen Frauen kommen ;-))

Vielleicht wird/ist das die eigentliche Revolution des Web 2.0!

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