Erfolgreiches Internet Marketing

Internet-Marketing in den Zeiten von Web 2.0



Geld verdienen mit Weblogs - Teil 9

November 17th, 2008 by Kirsten Erlenbruch

In Teil 8 haben wir uns mit so genannten Affiliate-Produkten beschäftigt, die Sie auf Ihrem Weblog für andere bewerben und vermarkten können und so Geld verdienen ohne (oder fast ohne) einen Finger dafür zu rühren. Das setzt natürlich immer voraus, dass Sie Ihre Leserschaft weiterhin mit ordentlichen und interesanten Inhalten bei Laune halten und stetig vergrößern. Denn dann und nur dann haben Sie die Chance, dass einer Ihrer Leser auch die von Ihnen beworbenen Produkte kauft.

Der Königsweg ist das aber natürlich nicht. Affiliate-Marketing mag eine ganze Reihe Vorteile haben, aber es gibt natürlich auch Nachteile:

  • Sie haben keinerlei Einfluss auf die Qualität des von Ihnen empfohlenen Produkts (oder auf die damit verbundene Dienstleistung). Da kann ein mühsam erarbeiteter guter Ruf schnell dahin sein, denn die Käufer werden das Produkt natürlich in irgendeiner Art und Weise auch mit Ihnen und Ihrem Weblog in Verbindung bringen.
  • Sie erhalten natürlich immer nur den vom jeweiligen Verkäufer/Produzenten festgelegten anteiligen Betrag am Verkaufspreis.
  • Und Sie haben keinerlei Einfluss darauf ob und wie lange das Produkt am Markt bleibt.

Sicherer ist es, wenn Sie über kurz oder lang Ihr eigenes Produkt vermarkten, auch wenn es etwas arbeitsintensiver ist.

Ein eigenes Produkt - kann ich das überhaupt?

Wenn vom eigenen Produkt die Rede ist, dann denken die meisten an aufwändig Produziertes, Lagerhaltung und jede Menge Kosten. Davon soll hier nicht die Rede sein, sondern von elektronischen Produkten, die Sie selbst herstellen können (kostenfrei oder mit geringem finanziellen Einsatz) und die keinerlei Lagerhaltung erfordern (maximal Speicherplatz auf Ihrem Rechner).

Allen voran das so genannte Ebook, also das elektronische Buch. Was nichts anderes ist, als ein Text beliebiger Länge, schön gesetzt, im Idealfall mit Bildern oder Grafiken versehen, mit Inhaltsverzeichnis und schön gestaltetem Deckblatt in Form einer pdf-Datei, die sich ohne Schwierigkeiten herunterladen oder per Email versenden lässt.

Aber natürlich auch Audio-Dateien (ebenfalls kostenfrei herzustellen) oder Videos, die dann allerdings irgendwo heruntergeladen werden müssen und das wird zumindest Hosting-Kosten hervorrufen (je nach Größe der Dateien und Menge der Abrufe entsprechend viel oder wenig).

Ebook

Bleiben wir beim einfachsten Produkt, dem Ebook. Sie schreiben über Ihr Nischenthema ein kleines (oder weniger kleines) Büchlein (z.B. in Word oder, besser noch, in Pages) und bieten dies, umgewandelt in eine pdf-Datei zum Kauf an. 30 bis 35 Seiten sollte das Ebook mindestens haben, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Hier kommt es weniger auf die Menge, also die Anzahl der Seiten an, als auf die Qualität des Inhalts. Sind die Tipps und Tricks, die Sie in Ihrem Ebook verraten für den Leser “Gold wert”, wird er auch zum Kauf bereit sein. Geläufig sind hier Preise zwischen € 7,95, € 9,95, € 12,95 und € 19,95. Wenn Sie Ihr Wissen teurer verkaufen wollen, müssen Sie schon sehr viel “Mehrwert” bieten können.

Wie bringe ich den Kunden zum Kauf?

Kaufen und Verkaufen im Internet geht schnell. Dennoch ist der Mensch mißtrauisch (und das oft zu Recht). Sie müssen also wahrscheinlich erst Mal einen kleinen Köder auswerfen, um Ihren Kunden zu angeln. Und das geht ganz einfach:

  • Sie bieten einen kleinen Extrakt aus Ihrem Ebook kostenlos an. Das darf nicht zu viel und nicht zu wenig sein. Der Kunde muss das Gefühl haben, er bekommt tatsächlich etwas Wertvolles geschenkt und ist dann im Idealfall so begeistert, dass er das “Ganze” haben will und schließlich Ihr Ebook kauft.
  • Um Ihre Kostprobe kostenfrei zu erhalten, muss Ihr geschätzter Leser seinen Namen und seine Email-Adresse verraten und bekommt im Gegenzug Ihr kostenloses Mini-Ebook. Das ist ein fairer Deal, gegen den in der Regel niemand etwas einzuwenden hat. Wenn doch, denken Sie gar nicht länger darüber nach - wäre ohnehin nie Ihr Kunde geworden.
  • Um die Email-Adressen und Namen Ihrer potentiellen Kunden verwalten zu können, empfehle ich Ihnen den Autoresponder-Service von Aweber, für ganze US$ 19,95 also knapp € 13,50 im Monat. Mit wenigen Clicks können Sie bei Aweber ein entsprechendes Formular erstellen, in das Ihr Leser dann seinen Namen und seine Mail-Adresse einträgt (Aweber erstellt für Sie den HTML-Code, den Sie nur kopieren und auf Ihrer Seite wieder einfügen müssen). Aber nicht nur das, Aweber verwaltet diese Daten für Sie und Sie können nunmehr eine ganze Serie von Emails dort hinterlegen, die Aweber für Sie, nach Ihren Wünschen zeitversetzt, an Ihren potentiellen Kunden senden wird. Also z.B. zunächst eine Dankeschön-Mail, dann eine Mail mit dem gewünschten pdf-Anhang, einige Zeit später eine Mail mit der Frage, ob es gefallen hat, eine Mail, in der Sie Ihr “richtiges” Ebook bewerben, usw. Das Ganze selbstverständlich immer mit einer Opt-out-Möglichkeit für Ihren Leser, wenn er Ihnen signalisiert, dass er kein Interesse hat. Auch das macht Aweber ganz automatisch für Sie.
  • Der Vorteil, den diese Methode hat, ist, dass Ihnen diese Mail-Adressen ja erhalten bleiben. Wenn Sie also das nächste Produkt (Ebook) auf den Markt bringen, können Sie das dann Ihren ursprünglichen Interessenten wiederum anbieten. ACHTUNG: Der Erfolg solcher Kampagnen steht und fällt damit, dass Sie Ihre Interessenten nicht überstrapazieren. Also: Jeden Tag eine Werbemail führt sicherlich sehr schnell zu Ermüdungserscheinungen. Alle paar Tage eine Mail mit interessantem Inhalt (und dem dezenten Hinweis auf Ihr Ebook) kann wahre Wunder wirken.
  • Den Verkauf Ihres Ebooks wickeln Sie dann ganz einfach über Paypal ab. Auch hier gibt es bereits vorgefertigte Kaufbuttons, deren HTML-Code Sie nur kopieren und auf Ihrer Seite einbinden müssen.

Zugegeben: Dieser Weg ist ein wenig steiniger als das Affiliate Marketing, aber er hat diverse Vorteile und führt dazu, dass Sie sich darüber hinaus auch noch eine hübsche Datenbank von Interessenten aufbauen, denen Sie auch zukünftig wieder neue Produkte anbieten können. Und wie sagt der Amerikaner doch so richtig: “The money is in the list”.

This entry was posted on Monday, November 17th, 2008 at 9:05 am and is filed under Ebook, How-to, Strategie, Uncategorized. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

1 response about “Geld verdienen mit Weblogs - Teil 9”

  1. Bernd said:

    Danke für deine genaue Beschreibung und deinen Fleiß
    Liebe Grüße aus Wien
    Bernd

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