Gute Vorsätze zum neuen Jahr?
January 1st, 2009 by Kirsten Erlenbruch
Erst einmal wünsche ich allen fleissigen Leserinnen und Lesern dieses Blogs einen guten Start in ein fulminantes 2009. Schön, dass Viele von Ihnen mir jetzt schon mehr als 1 Jahr die Treue halten.
So richtig unbeschwert ins neue Jahr zu starten wird uns ja derzeit nicht gerade leicht gemacht. Unsere Bundes-Angie verkündete ja bereits unheilschwanger das “Jahr der schlechten Nachrichten” - da freuen wir uns doch alle über so viel Zuversicht von unserem Führungspersonal….
Am besten ist, man lässt Fernseher und Radio ganz aus und schaut und hört ab sofort nur mehr Aufbauendes (wäre ja auch ein guter Vorsatz für 2009).
Im Ernst, so ein Jahreswechsel startet bei den meisten Menschen ja mit einem ganzen Sack von guten Vorsätzen. Meist sind es so viele und so hoch gesteckte Ziele, dass man 90% spätestens am Abend des 01. Januar wieder über Bord geworfen hat, sich genüsslich eine Zigarette anzündet und gemütlich auf dem Sofa sitzend ein Fläschchen Bier öffnet. Nie mehr rauchen, viel weniger trinken und viel mehr Bewegung sind an dieser Stelle dann gerade beerdigt worden. So starten viele ebenso frustriert ins neue Jahr, wie sie das alte beendet haben.
Ich habe 2 Tipps für gute Vorsätze für Sie, die einfach umzusetzen sind, sich schnell auszahlen und auch was bringen (außerdem sind sie leicht umzusetzen und sorgen für ein rasches Erfolgserlebnis):
- Drosseln Sie Ihre Informationszufuhr
Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Wer wüsste das besser als wir, die wir mit und im Internet Geld verdienen. Das hat eine Unmenge Vorteile, z.B. waren die Menschen nie zuvor so gut informiert wie heute. ABER, das hat auch einen gravierenden Nachteil: Vor lauter Informationszufuhr kommen wir immer häufiger zu nichts anderem mehr. Sie kennen das vielleicht: Sie sitzen am Computer und sind gerade mit einem Projekt beschäftigt, da kommt eine (wichtige) Email rein, die Sie natürlich sofort lesen müssen. In der Email ist ein Link, dem Sie natürlich auch folgen, dann muss die Information ver- und bearbeitet werden und ehe Sie es sich versehen haben Sie eine Stunde verloren und sind mit Ihrem Projekt noch kein Stück weiter. Von dazu kommenden Text Messages, Twitterfeeds, etc. wollen wir gar nicht reden.
Inzwischen ist bekannt, dass es nach jeder (!) Unterbrechung 20 Minuten dauert, bis Sie sich wieder voll und ganz auf das konzentrieren können, was Sie vor der Unterbrechung gerade getan haben. Jetzt bekommen Sie eine Ahnung, warum es oft Tage gibt, an denen wir viele Stunden am Schreibtisch zubringen um dann festzustellen, dass wir nichts (oder so gut wie nichts) geschafft bekommen haben. Und dabei gibt es eine ganz einfache Lösung: Die meisten Menschen, die sehr erfolgreich sind, haben einen kleinen Trick entwickelt: Sie checken Ihre Emails nur zwischen 1 und 3 mal am Tag, nicht mehr! Also z.B. morgens und abends und in der Zeit dazwischen arbeiten sie wirklich und ungestört an ihren Projekten. Beobachten Sie sich doch in den nächsten Tagen mal selbst: Wie oft rufen Sie Ihre Emails ab? Und dann versuchen Sie die Frequenz mal auf 2 x täglich zu reduzieren. Sie werden schnell feststellen, dass Sie mehr und besser arbeiten können und nicht wirklich etwas verpasst haben. - Die 60 - 60 - 30 Regel
Wir Menschen leben nach gewissen, naturbedingten Rhythmen, z.B. dem Hell-Dunkel-Rhythmus. Wir werden schläfrig oder müde, wenn es dunkel wird und wieder munter, wenn es draußen hell wird. Während der Nacht haben wir dann einen individuellen Rhythmus von Tiefschlafphasen und so weiter. Was die wenigsten beachten, ist, dass wir auch tagsüber gewisse Rhythmen folgen (oder zumindest folgen sollten), mal ganz davon abgesehen, ob Sie naturgemäß eher ein “Early Bird” oder eine Nachteule sind. Für die meisten von uns sieht der Tagesablauf so aus, dass wir uns energetisch in die Arbeit stürzen, wild drauflos ackern und bei den ersten Ermüdungserscheinungen (das ist so nach ca. 60 Minuten) zu Kaffee und/oder Süßigkeiten greifen und einfach weiter machen. So arbeiten wir immerzu an unserem energetischen Limit und werden natürlich im Laufe des Tages immer unkonzentrierter.
Hier hilft sehr schnell und unkompliziert die 60 - 60 - 30 Methode und das funktioniert so:
Sie arbeiten 50 Minuten konzentriert (wenn Sie Ihre oben beschriebenen Informationsunterbrechungen abgestellt haben, funktioniert das ganz hervorragend) und dann machen Sie 10 Minuten Pause. Stehen Sie auf, strecken Sie sich, laufen Sie ein wenig umher.
Dann arbeiten Sie weitere 50 Minuten hoch konzentriert, wieder gefolgt von einer kleinen, 10-minütigen Bewegungspause.
Und dann nehmen Sie sich eine 30-minütige Auszeit. Und zwar wirklich eine Auszeit. Essen Sie eine Kleinigkeit (am besten Obst oder Gemüse), gehen Sie weg von Ihrem Arbeitsplatz, setzen Sie sich irgendwohin und dösen Sie ein wenig oder legen Sie eine kurze Meditationspause ein. Hauptsache ist, dass Sie sich völlig entspannen.
Und dann starten Sie mit der nächsten, dann wieder hoch konzentrierten 50-Minuten-Arbeitsphase.
Zugegeben: Wenn Sie irgendwo angestellt sind, ist das vielleicht für Ihren Chef etwas erklärungsbedürftig. Wenn der aber sieht, wie viel effizienter Sie mit dieser Methode arbeiten (und das werden Sie), läßt er sich bestimmt überzeugen. Alle “Freischaffenden” müssen nur ihren inneren Schweinehund überzeugen und sich von der Vorstellung trennen, dass Sie so viel zu viel Zeit verlieren. Sie werden nämlich schnell feststellen, wie viel mehr (und besser) Sie mit dieser Methode geschafft bekommen. Und Abends bleibt dann auch noch ausreichend Energie für Freunde und Familie.
Strafen Sie einfach alle Prognosen Lügen und machen Sie das für Sie Beste aus diesem Jahr 2009. Und wenn es doch mal stürmisch wird zwischendurch bleibt zumindest ein Trost: 2010 kommt bestimmt.
In diesem Sinne
Herzlichst
Ihre
Kirsten Erlenbruch
This entry was posted on Thursday, January 1st, 2009 at 11:55 am and is filed under Strategie. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

