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Facebook ist ins Gerede gekommen. In Deutschland hauptsächlich im Rahmen der Datenschutzdiskussion und das vielleicht sogar mit Recht. Es ist in der Tat nicht so besonders clever kompromitierende Bilder oder Videos öffentlich zur Schau zu stellen, egal ob bei YouTube. Flickr, Facebook, MySpace, StudiVz oder wo auch immer. Fakt ist allerdings auch: Niemand zwingt uns, so etwas zu tun. Und es ist an uns, den Älteren, den Jüngeren (und ganz Jungen) den verantwortungsvollen Umgang mit so genannten Social Communities beizubringen.
Hier gilt ganz klar: Das, was Sie nicht auch über sich selbst als Schlagzeile in der bekannten Boulevardzeitung mit den 4 Buchstaben lesen möchten, hat auch im Internet nichts verloren!
Während wir uns also noch Gedanken über Risiken und Nebenwirkungen von Facebook machen, verzeichnet Facebook Zuwachsraten von ungeahnten Ausmaßen. In Italien z.B. im vergangen Jahr um 5.000% (in Worten: fünftausend Prozent!!). Bei diesen Zahlen treibt es der gesamten Autoindustrie die Tränen in den Augen….
Um es noch deutlicher zu machen: Facebook wächst jeden Tag um die derzeitige Gesamtmenge aller Menschen auf Twitter. Anders gesagt: Wenn Facebook ab heute niemanden mehr aufnehmen würde, bräuchte Twitter 37 Jahre (!) um Facebook einzuholen.
Um ehrlich zu sein: Im Sommer letzten Jahres hatte ich Facebook schon fast abgeschrieben. Irgendwie sah es so aus, als wäre der Hype vorbei und alles würde sich nur noch um Twitter drehen. Tut es auch, aber in aller Stille und sehr konsequent arbeitet Facebook am kontinuierlichen Ausbau seiner Community.
Derzeit haben bereits über 1,4 Millionen Deutsche einen Account bei Facebook, Tendenz steigend, versteht sich. Die Italiener scheinen wirklich ganz begeistert von Facebook zu sein, denn sie sind mit stattlichen 7 Millionen vertreten.
Was daran interessant ist? Ganz einfach: Sie können bei Facebook, ähnlich wie bei Google, Anzeigen schalten. Im Gegensatz zu Google allerdings nach soziodemografischen Parametern. So können Sie unterscheiden nach männlich oder weiblich, nach Schulbildung, nach Familienstand, nach Sprache und, und da wird es richtig interessant, auch nach Interessensgebieten.
Facebook zeigt Ihnen nach Eingabe aller Daten sofort an, wie groß Ihre potentielle Zielgruppe ist. So können Sie wunderbar Ihren Markt testen und enorm zielgerichtet Ihre Produkte vermarkten. Die Kosten liegen ähnlich wie bei Google.
Achtung: Ist es schon bei Google-Adsense wichtig, genau nach den aktuellen Geschäftsbedingungen vorzugehen, will man sich keinen Ärger einhandeln (oder für jeden Klick teuerst bezahlen), ist dies bei Facebook nahezu lebenswichtig. Die Regularien bei Facebook sind ungleich strenger und werden auch ungleich strenger geahndet. Man ist also gut beraten, sich VORHER genau anzusehen, was geht und was man besser lassen sollte.