Erfolgreiches Internet Marketing

Internet-Marketing in den Zeiten von Web 2.0



Follow me, follow you….

April 8th, 2009 by Kirsten Erlenbruch

So langsam wird mein Lieblingsservice TWITTER mainstream (und damit schon fast wieder uninteressant…). Die Münchner Abendzeitung twittert, diverse Politiker twittern, ganze Parteien twittern, die Nachrichten der öffentlich-rechtlichen Sender berichten über Twitter, usw.

Prinzipiell ist das ja wunderbar, denn so entdecken mehr und mehr Menschen, auch in Deutschland, die wunderbare Welt von Twitter. Kommunikation ist auch in 140 Zeichen möglich. Aber, und jetzt kommt ein großes ABER, je mehr Menschen auf Twitter aufmerksam werden, desto mehr versuchen Twitter auch zu missbrauchen.

Und da kommen wir zu einem wichtigen Punkt. Vor langer Zeit (yep, 2 Jahre sind im Internet eine seeehr lange Zeit), noch in den Anfangstagen von Twitter, gab es mal die ungeschrieben Regel, dass man jedem Twitterer folgt, der einem selbst folgt. Das sei, so der Twitter-Knigge, ein Akt der Höflichkeit. Einverstanden. Einverstanden zum damaligen Zeitpunkt, als sich nur ein paar Tausend Menschen, also ein kleiner, eingeschworener Verein, auf Twitter aufhielt.

Heute sieht die Welt ganz anders aus. Ernsthaft: Kein Mensch ist in der Lage wahrzunehmen, welche Informationen mehrere tausend Twitterer jeden Tag in die eigene Timeline schaufeln. Ich selbst folge derzeit ca. 520 Personen und selbst da wird es schon schwierig. Alles andere ist blanker Wahnsinn. Um das alles aufzunehmen, müssten Sie sofort aufhören zu arbeiten.

Aber was für einen Sinn macht Twitter, wenn Sie gar nichts mehr mitbekommen (das trifft übrigens auch auf die Menge Ihrer “Freunde” auf Facebook oder in anderen Portalen zu)? Gar keinen mehr. Schlimmer noch: Inzwischen kursieren Tipps und Tricks, wie man innerhalb weniger Tage zu mehreren 1.000 Followern kommt. Das heißt, dass wir alle permanent von solchen Scherzbolden “belästigt” werden, die an einem mehr oder weniger öffentlichen Wettbewerb teilnehmen, der da heißt: “Wer kann völlig sinnentleert die meisten Follower in 7 Tagen generieren”.

Damit nicht genug. Auch eine ganze Horde Multilevel-Marketing-Freunde hat sich ins Twitterland aufgemacht, um uns dort zuzuspammen. Und nein, liebe Freunde der “Mastercard” ich folge Euch nicht, keinem von Euch, da könnt Ihr noch so lange an meine Tür klopfen.

Ich weiß, ich weiß, die meisten Twitterer sind immer noch der Meinung, man muss auf jeden Fall “zurück-folgen”. Ich tue es nicht und das ganz bewusst. Nicht, weil ich unhöflich bin, sondern weil ich mit den Menschen, mit denen ich bei Twitter Kontakt habe, auch wirklich kommunizieren möchte. Und sorry, liebe Freunde, in diesem Fall ist weniger leider mehr.

Sollte mir also hier einer meiner geschätzten Leser auf Twitter folgen und ich folge ihm/ihr nicht - bitte nicht böse sein. Es ist nichts Persönliches, es liegt nur daran, dass meine Auffassungsgabe einfach begrenzt ist ;-))

This entry was posted on Wednesday, April 8th, 2009 at 9:15 am and is filed under Strategie, Twitter. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can leave a response, or trackback from your own site.

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