Erfolgreiches Internet Marketing

Internet-Marketing in den Zeiten von Web 2.0

Archive for August, 2009



Leidenschaft

August 31st, 2009 by Kirsten Erlenbruch

“Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schaft” heißt ein Sprüchlein, ich glaube, von Wilhelm Busch. Aber mit Eifersucht wollen wir uns hier nicht beschäftigen, sondern mit der Leidenschaft für ein bestimmtes Thema und damit, ob Leidenschaft für den Erfolg notwendig ist.

Ganz besonders “Newcomer” im Internetgeschäft, stehen oftmals vor dieser Frage: Soll ich mir eine Nische suchen, deren Thema mich wirklich (mehr oder weniger) leidenschaftlich interessiert, oder tut es auch jedes x-beliebige Thema, immer vorausgesetzt, die Zahlen und Bedingungen stimmen?

Um es vorweg zu nehmen: Sie können selbstverständlich auch mit einem Thema Geld im Internet verdienen (wie gesagt: immer vorausgesetzt, dass die Parameter stimmen), dass Sie nicht die Bohne interessiert. Wieviel Freude Sie an der notwendigen Arbeit dann finden werden, ist sicherlich von Person zu Person und von Charakter zu Charakter unterschiedlich. Wenn Geld allein Sie ausreichend motiviert, können Sie wohl auch diese Hürde gut nehmen.

Wenn Sie jedoch den Anspruch haben, dass Arbeit auch Freude machen soll und neben dem finanziellen Aspekt eben auch noch Befriedigung in der Sache schaffen soll, dann werden Sie ohne ein Mindestmaß an Interesse, besser noch Leidenschaft wohl nicht sehr weit kommen.

Auch wir betreiben ein paar Nischen-Webseiten, deren Themen uns nicht wirklich sonderlich interessieren. Die laufen trotzdem ganz nett und glücklicherweise weitgehend automatisiert, weil die Arbeit an diesen Themen eben auch keine riesige Freude macht.

Erheblich besser laufen die Seiten, die auch mit Freude und Engagement betrieben und regelmäßig bearbeitet werden, sowohl finanziell, wie auch ideell.

Oder anders formuliert: Wenn Sie bei einer Firma angestellt sind und jeden Morgen aufstehen und ins Büro gehen, nur weil Ihr Chef Sie dafür mehr oder weniger gut bezahlt, ist Ihre Motivation wahrscheinlich eher mäßig und von Freude an der Arbeit kann wohl gar nicht die Rede sein. Wenn Sie jedoch einer Tätigkeit nachgehen, die Ihnen von Herzen Freude macht, egal wie viel oder wie wenig Sie dafür materiell erhalten, werden Sie weitaus zufriedener durchs Leben gehen.

Zugegeben, es ist schwierig genug eine Nische im Internet zu finden, die auf ausreichend Interesse (also Besucher) stößt und gleichzeitit noch mehr oder weniger ein Geheimtipp ist (also wenige Mitbewerber hat). Nun auch noch eine Nische zu finden, die Sie persönlich wirklich interessiert, macht es nicht eben einfacher. Aber, und hier spreche ich aus Erfahrung, der kleine Mehraufwand lohnt sich, ganz besonders, wenn Sie noch ganz neu sind. Gerade wenn Sie noch neu im Geschäft sind, ist es wichtig, sich täglich mit seiner Nische zu beschäftigen (Blogposts schreiben, recherchieren, Bookmarks setzen, Kommentare verfassen, etc.). Es ist so viel einfacher, wenn Sie diesen Aufwand mit einer gewissen Freude betreiben, weil Ihnen das Thema Spaß macht, als wenn Sie sich, in der Hoffnung auf zukünftige Gewinne, zu jedem Schritt zwingen müssen.

Wenn Sie die ersten Erfolge erzielt haben, können Sie sich, wenn Sie wollen, auch an Themen wagen, die Sie wenig oder gar nicht interessieren. Sobald das erste Geld verdient ist, lassen sich gewisse Aufgaben ja durchaus an andere delegieren und Sie können sich voll und ganz auf Ihre Zahlen konzentrieren.

Gute Erfolge - lieber mit, als ohne Leidenschaft!

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Kannste mal für mich werben?

August 30th, 2009 by Kirsten Erlenbruch

Aus gegebenem Anlass heute einmal ein Blogpost in eigener Sache:

Wir empfehlen hier Strategien, Webseiten, Portale, auch mal Bücher oder Produkte, die wir für gut oder nützlich halten, um Sie bei Ihren Bemühungen im Internet zu unterstützen.

Die Bücher, die wir empfehlen, haben wir gelesen, die Webseiten und Portale besucht und getestet ebenso wie etliche der Produkte (wenn nich, weisen wir darauf hin).

Was wir nicht tun:

  • Wir machen keine Gefälligkeitsempfehlungen oder -erwähnungen.
  • Wir tauschen keine Links.
  • Wir lassen keine Blogkommentare zu, in denen lediglich auf eine andere Webseite und oder das eigene Produkt verwiesen wird.

Ja, es gibt (und wird es auch weiterhin geben) Werbung auf diesem Blog. Ausgewählt, vereinzelt und wenig.

Wenn Sie eine interessante Webseite betreiben oder ein tolles Produkt haben, freuen wir uns, wenn Sie uns dies mitteilen. Wir entscheiden dann, ob es zu diesem Blog passt und unseren Lesern nützt und dann kann es durchaus sein, dass wir hier darüber berichten. Aber bitte eben auch nur dann, ohne Verpflichtung unsererseits.

Wir möchten, insbesondere im Sinne unserer Leser, soweit wie möglich unabhängig bleiben und das geht eben nur mit den oben genannten kleinen Einschränkungen.

Also bitte nicht böse sein, wenn Blogkommentare in denen unverblümt für andere Produkte oder Dienstleistungen geworben wird, sofort gelöscht werden und wir uns vorbehalten über welche Dienste oder Produkte wir hier sprechen wollen. Sie möchten ja schließlich auch nicht, dass ich mein Werbeschild ungefragt genau in Ihren Vorgarten stelle, oder?

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Schnäppchenjagd

August 13th, 2009 by Kirsten Erlenbruch

So sicher, wie es jedes Jahr wieder Sommer wird (wie immer er auch aussehen mag), so sicher kommt auch der Sommerschlussverkauf (den es offiziell ja gar nicht mehr gibt), mit all’ seinen “vermeintlichen” Schnäppchen. Dieses Jahr hat uns die Bundesregierung zusätzlich noch die “Abwrackprämie” beschert, die längst nicht mehr nur beim Neukauf eines Autos gewährt wird.

Auch wenn wir alle die volkswirtschaftlich höchst zweifelhaften Folgen dieser Schnäppchen kennen, kann fast kaum einer diesen Sonderangeboten langfristig widerstehen. Dafür sorgt unser “Neandertaler-Gehirn” - das uns immer noch “Jagen” und “Sammeln” lässt.

So weit, so gut. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass diese “Geiz-ist-geil-Mentalität” mittlerweile alle Bereiche der Wirtschaft erreicht hat und nun dazu führt, dass auch Kunden von Dienstleistern (on- oder offline) nach entsprechenden Rabatten gieren. Verständlich aber nicht ohne Tücken, denn das Einräumen von mehr oder weniger hohen Preisnachlässen führt schnell in die Falle.

Nehmen wir an, Sie verfügen über entsprechendes Fachwissen und haben einem potentiellen Kunden für einen 1,5-stündigen Vortrag einen Preis X genannt. Und nun fragt Ihr potentieller Kunde (unter entsprechend großem Stöhnen und Ächzen und nicht ohne den Hinweis auf Ihren preisgünstigeren Mitbewerber) nach einem mehr oder weniger hohen Preisnachlass. Sie müssen Ihre Miete bezahlen, die Kinder verlangen nach neuen Playstations, der Hund hat Hunger….. und geben dem Drängen Ihres Kunden nach. Und jetzt passiert Folgendes:

  • Der Kunde fragt sich im Stillen, ob nicht noch ein “bisschen mehr drin gewesen wäre” und ärgert sich, dass er nicht nach einem höheren Rabatt gefragt hat.
  • Der Kunde geht davon aus, dass Ihre Preise ohnehin schlichtweg zu hoch sind, wenn Sie bereit sind ohne Weiteres Rabatte einzuräumen -  und ärgert sich deshalb.
  • Der Kunde trifft rein zufällig (ja, unsere Welt ist klein) einen anderen Ihrer Kunden (Kunde B) und man unterhält sich über Sie, Ihre Leistungen, leider aber auch über Ihre Preise. Jetzt ist Kunde B sauer, weil er nämlich nicht nach einem Rabatt gefragt, sondern den regulären Preis bezahlt hat.
  • Drei Monate später sollen Sie bei Ihrem Kunden A wieder einen Vortrag halten und nun versucht er natürlich von dem bereits reduzierten Preis nochmals etwas herunterzuhandeln (Mengenrabatt, etc.). Einen “normalen” Preis werden Sie bei diesem Kunden wohl nie wieder durchsetzen können.

Und schon sind Sie in einer Negativspirale gefangen, aus der es so schnell kein Entkommen mehr geben dürfte und die Ihnen im schlimmsten Fall irgendwann die “Luft abdreht”.

Aber, gibt es Alternativen? Können “Kleine” sich gegen “Grosse” durchsetzen? Können Sie gegen Ihren Mitbewerber mit seinen Dumpingpreisen bestehen?
Ja, allerdings nicht über einen Preisnachlass, sondern z.B. so:

  • Sie reduzieren mit dem Preis auch Ihre Leistung (also in diesem Fall ein kürzerer Vortrag, weniger Inhalt, etc.) - allerdings nicht ungefährlich, da oft nur schlecht messbar.
  • Sie bleiben bei Ihrem Preis, bieten aber Zusatzleistungen an (z.B. Handouts, Ihre Präsentationsfolien, mehr Zeit z.B. indem Sie noch an einer anschliessenden Podiumsdiskussion teilnehmen, etc.)
  • Generell: Sie überzeugen durch Ihr Fachwissen und Ihre Leistung.

Denn auch in Zeiten von Schnäppchen und “Geiz ist geil” setzen sich langfristig Qualität und Leistung durch. Das schönste Sonderangebot verliert recht bald an Attraktivität, wenn der dazugehörige Service zu wünschen übrig lässt, die Qualität mangelhaft ist, Termine und Absprachen nicht eingehalten werden, etc.

Machen Sie das Ihrem Kunden klar und machen Sie keine Zugeständnisse, die Sie langfristig nicht überblicken können. Gerade Kleinunternehmer und “Einzelkämpfer” begeben sich damit auf sehr dünnes Eis. Und wie wir gerade anschaulich an vielen Beispielen großer Unternehmen sehen, führt so manches Schnäppchen schnurgerade in die Pleite - nur dass unsereiner dann wohl nicht vom Staat subventioniert wird.

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