Erfolgreiches Internet Marketing

Internet-Marketing in den Zeiten von Web 2.0

Archive for November, 2009



Wie man über Nacht reich wird

November 11th, 2009 by Kirsten Erlenbruch

Wollen Sie das wirklich wissen? Ich persönlich würde Ihnen Lottospielen empfehlen, das ist die einzige, wenngleich unwahrscheinliche, Methode, die mir dazu einfällt.

Ebenso unwahrscheinlich, wie Sie über Nacht mit einem Online-Geschäft (gleich welcher Natur) zu nennenswertem Reichtum kommen werden.

Die Emails, die sich täglich in meinen Postkasten sammeln und alle, alle, alle mühelosen Reichtum versprechen, kann ich kaum noch zählen. Denn es soll nicht nur über Nacht gehen, sondern natürlich auch gänzlich ohne Arbeitseinsatz, versteht sich.

Jetzt mal im Ernst. Ich habe auf der diesjährigen Blogworld-Expo in Las Vegas eine Menge wirklich erfolgreicher Online-Marketer getroffen. Menschen, die richtig viel (also 6- und mehrstellig im Monat) Geld verdienen. Ich habe nur nicht einen einzigen getroffen, bei dem das über Nacht passiert ist oder ohne Arbeit.

Im Gegenteil, nahezu alle haben, oftmals viele Jahre, erfolglos dieses und jenes ausprobiert, haben gearbeitet, gearbeitet, gearbeitet und vor allem, niemals aufgegeben. Und irgendwann ist eines dieser vielen Projekte dann eben geglückt. Gratulation. Nur, meinen Sie, dass diese Menschen seitdem nicht mehr arbeiten? Weit gefehlt, alle Erfolgreichen arbeiten heute mehr als zuvor.

Warum sie dann überhaupt “was im Internet” gemacht haben?

Ganz einfach, weil diese Menschen nicht auf der Suche nach dem schnellen Geld und schon gar nicht nach Ruhm (nur sehr, sehr wenige von ihnen sind über Ihre Orts- oder Landesgrenzen hinaus bekannt) waren, sondern nach Freiheit.

Denn kein anderes Medium erlaubt es, Arbeitsort und -Zeit so frei einzuteilen. Sie können entscheiden wann, wie und wo Sie arbeiten (und auch wie viel). Und Sie haben die Möglichkeit mit geringem finanziellem Einsatz etwas Eigenes auf die Beine zu stellen.

Aber auch im Internet gelten die Gesetze des freien Marktes und wer sich da nicht tummelt, sieht auch hier bald nur die Rücklichter der anderen.

Also bitte, Ihr lieben Möchtegern-Marketer mit Euren ach so tollen Programmen, verschont mich (und auch alle anderen) mit Euren Emails. Denn überall auf der Welt wird nur mit Wasser gekocht und die einzigen, die vermeintlich “reich” werden, sind die Verkäufer dieser, oft genug auch noch schlechten, Programme.

Wenn Sie wirklich etwas über Internet-Marketing lernen möchten, suchen Sie nach Fachleuten und orientieren Sie sich an dem, was die bereits erfolgreich vorgemacht haben. Denn hier gilt, “Nachmachen erlaubt” - Abschreiben allerdings nicht.

Viel Erfolg - denn der ist durchaus möglich.

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Buchempfehlung: The Accidental Billionaires

November 10th, 2009 by Kirsten Erlenbruch

In Silicon Valley ist fast jeder auf der Suche nach dem “next big thing”. Kreative und Programmierer wollen es erschaffen und Venture Capitalists wollen damit Geld verdienen.

Eines dieser “next big things” der vergangenen Jahre ist mit Sicherheit Facebook. Der Kolumnist und Schriftsteller Ben Mezrich erzählt in seinem Buch die Entstehungsgeschichte von Facebook und sein Buch trägt zu Recht den Untertitel: “The founding of Facebook. A tale of sex, money, genius and betrayal”.

Mezrich hat für sein Buch gründlich recherchiert und viele, viele Gespräche mit den meisten Beteiligten der Gründungsgeschichte von Facebook geführt, nur mit einem nicht, dem Mann, der Facebook erfunden hat, Mark Zuckerberg. Er hat sich einem Gespräch verweigert.

Obwohl es sich um ein Sachbuch handelt, hat Mezrich die Fakten zu einer spannenden Geschichte verwoben, die alles hat, was einen guten Roman ausmacht: Kreativität, Freundschaft, Gier und Verrat.

Es ist unter anderem auch die Geschichte einer gescheiterten Männerfreundschaft, der Freundschaft der beiden Harvard-Studenten Eduardo Savarin und Mark Zuckerberg, die sich gemeinsam aufmachten, die Online-Welt zu erobern, an deren Ende es aber nur einen Gewinner geben sollte. Mark Zuckerberg kommt dabei nicht allzu gut weg, er wird beschrieben als ein schüchterner, etwas linkischer, in sich gekehrter Computer-Freak, dessen einzige Leidenschaft offensichtlich Bits and Bytes sind, der sich aber in der realen Welt stets sichtlich unwohl fühlt und dessen soziale Kompetenz ganz offensichtlich weit unterdurchschnittlich ist. Aber diese Eigenschaften teilt er sicherlich mit vielen anderen Genies.

Aber auch die meisten anderen Charaktere werden dem Leser nicht wirklich sympathisch. Die einen fühlen sich nur in ihren Computercodes wirklich zu Hause, andere streben nach Ruhm und wieder andere nach dem großen Geld. Und als dieses ins Spiel kommt, ist für Freundschaft und Werte offensichtlich kein Platz mehr.

Ein, wie ein Roman geschriebener, hoch spannender Tatsachenbericht über die Entstehung des heute weltweit größten und wichtigsten Sozialen Netzwerks. Absolut lesenswert und äußerst unterhaltsam.

Bislang ist das Buch noch nicht auf Deutsch erschienen, ist jedoch über Amazon als Taschenbuch zum Preis von € 11,95 zu beziehen.

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Hinken wir hinterher?

November 3rd, 2009 by Kirsten Erlenbruch

Alles, was neu ist, kommt aus den USA! Oder nicht?

Besonders, wenn es ums Internet und/oder die entsprechende Technik geht, schielen wir immer gerne ein wenig neidisch über den großen Teich. Aber, sind uns die Amerikaner wirklich so weit voraus?

Mein Besuch auf der diesjährigen BlogWorld Expo in Las Vegas ergab für uns Europäer gar kein so schlechtes Bild.

1. Internetverbindung
Klar, die Zahl der Internet-Nutzer steigt ständig, so natürlich auch in den USA. Aber von “flächendeckend” kann auch hier nicht die Rede sein. Die USA sind groß und es gibt immer noch weite Gebiete die nicht oder nur unzureichend mit schnellen Internet-Verbindungen versorgt sind. Allerdings bemüht man sich dieses Problem auch durch den Einsatz von alternativen Methoden (z.B. über Satellit) auszugleichen. Darüber hinaus planen einige große Städte bereits kostenfreies WiFi im ganzen Stadtgebiet (Chicago hat es wohl bereits).

2. Video/Podcasting
An Video und hier an HD geht mittelfristig kein Weg mehr vorbei, in USA ebensowenig wie bei uns. Interessant ist allerdings, dass sich in USA reine Audio-Podcasts weiterhin steigender Beliebtheit erfreuen. Das mag vor allem daran liegen, dass man beim Hören durchaus noch etwas anderes tun kann (z.B. Autofahren), Video jedoch die komplette Aufmerksamkeit erfordert. Der Trend bei Video-Podcasts geht hin zu Live-Shows (ähnlich dem Fernsehen) die mit entsprechenden Chat- oder Skype-Zuschaltfunktionen Interaktivität erlauben. Zusätzlich sollen sich diese Live-Shows dann auch später noch als “Konserve” ansehen lassen, wenn man sie verpasst hat.
Der eigentliche Clou ist jedoch, dass (Video-)Podcasts ihren Weg auf den heimischen TV-Schirm finden. Kleine Zusatzgeräte sollen es möglich machen und damit wird über kurz oder lang eine wirklich breite Masse erreicht. In diesem Bereich hinken wir in der Tat hinterher, allerdings ist diese Entwicklung auch in den USA absolut neu und wird sicherlich rasch ihren Weg zu uns finden.

3. Monetarisierung
Generell haben Amerikaner ja ein völlig unverkrampftes Verhältnis zu Geld. Die Frage nach dem Verdienst des Gesprächspartners ist weder unhöflich noch indiskret, sondern zeugt von normalem Interesse am Gegenüber. Ebenso unverkrampft wird mit der Monetarisierung von Webinhalten umgegangen. Es darf nicht nur etwas verdient werden, es muss sogar. Es ist hier in keinster Weise ehrenrührig, Anzeigen auf seinem Blog zu schalten, Affiliate-Links einzubauen oder sich sogar für bestimmte Blog-Beiträge bezahlen zu lassen. Und so gibt es hier eine große Anzahl von Agenturen, die sich darauf spezialisiert haben, Anzeigenkunden mit den passenden Blogs zusammen zu bringen. Das sind eben nicht nur Affiliate-Netzwerke, sondern professionelle Agenten, die zwischen beiden Parteien sachkundig vermitteln und dafür Sorge tragen, dass sich die richtigen Partner finden.
Dennoch ist, ähnlich wie bei uns, die Zahl der Blogger, die mit ihren Blogs wirklich Geld verdienen (will heißen: so viel, dass sie davon leben können) noch sehr, sehr gering. Das Märchen vom Online-Millionär über Nacht funktioniert eben hüben wie drüben nicht.

4. Strategien
Wenn es um Monetarisierung geht, geht der Trend ganz klar hin zu so genannten Continuity-Programmen. Will heißen, man bietet seinen Kunden eine monatliche Mitgliedschaft an und liefert dafür Zugang zu entsprechenden Informationen/Inhalten.  Wobei man sich hier auch nicht scheut, Inhalte zwei oder mehrmals zu verkaufen ähnlich den großem Filmgesellschaften, die erst mit dem Kinofilm, dann durch DVDs und CDs und dann im Idealfall noch durch entsprechendes Merchandising Geld verdienen. Auch wenn es schwer zu glauben ist, aber die Mehrheit aller Käufer kauft gerne auch ein zweites oder sogar drittes Mal (kennen wir ja beim Fall von Kinofilm und DVD von uns selbst). Bei uns würden solche Continuity-Programme schnell den Begriff “Abo” angehängt bekommen und eben der genießt keinen allzu guten Ruf. Und dennoch ist davon auszugehen, dass auch dieser Trend langsam zu uns gelangen wird. Wobei der Erfolg solcher Programme natürlich an der Qualität der angebotenen Informationen/Dienstleistungen hängt. Wer glaubt, mit Mist schnell reich zu werden, wird schnell eines Besseren belehrt werden. Die Kunden sind, zu Recht, kritisch.

5. Fazit
Ja, es gibt einige technische Entwicklungen, die die USA uns voraus haben. Aber meines Erachtens längst nicht mehr so viele, wie vor 10 oder 20 Jahren, was sicherlich nicht zuletzt dem Internet zu verdanken ist. Wir Europäer können da ganz gut mithalten und vielleicht wird es schon bald so sein, dass die neuesten Trends nicht mehr aus der neuen, sondern aus der alten Welt kommen.

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