Hier nur mal ganz kurz ein paar Einblicke in den “American Lifestyle”:
Es gibt überhaupt keine Amerikaner OHNE Handy. Und mehr und mehr scheinen diese (ähnlich wie bei den Italienern) nachgerade “angewachsen” zu sein. Unentwegt piept, vibriert und klingelt es aus irgendeiner Ecke.
Subjektiver Eindruck: Derzeit nutzen noch mehr Amerikaner ein Blackberry (das aber dafür ausgiebigst) als ein IPhone.
War jetzt in 2 Apple-Stores: Die sind immer alle “knallvoll”, wobei ich den Eindruck habe, dass viele Leute, die nur als bessere Internet-Cafés nutzen. Aber gut. Derzeit laufen hier gerade “Back to School-Special Offers”, das scheint den Run noch zu verstärken. Gekauft wird alles: IPhones, IPods, Macs, Macbooks, etc.
WiFi ist nicht gleich WiFi. Fast überall gibt es WiFi und man kann relativ problemlos online gehen. Das funktioniert auch mit dem IPhone klasse. ABER: Die Qualität der Verbindungen ist oftmals sehr, sehr mäßig. Da fällt schon das Versenden und Empfangen von Emails schwer, von irgendwelchen Downloads gar nicht zu reden.
Telefonieren im Auto scheint hier kein Thema zu sein - für die Polizei jetzt. Es wird nach Herzenslust mit dem Telefon am Ohr herumnavigiert, oftmals nur mehr im Schritttempo und als Verkehrshindernis - der Amerikaner trägt es mit Fassung und nimmt es gelassen.
Die “mobile phone number” und die “email-adress” werden zur zweiten ID-Karte. Keine Mobilnummer, keine Email und du bist hier non-existent.
Wie bei uns: Jeder (wirklich jeder, auch Menschen weit jenseits der 40) haben irgendeinen Stöpsel im Ohr. Sei es das Bluetooth-Headset oder die weißen IPod-Stöpsel. Ohne geht nicht mehr. Und die weißen Apple-Stöpsel sind bei weitem in der Überzahl. MP3 = IPod - gibt es überhaupt noch was anderes?
Apple-TV ist hier ein großes Thema, wie überhaupt alles “on-demand”. Niemand will sich mehr vorschreiben lassen, wann er was zu sehen oder zu hören hat und der Apple-Store gibt da viel her. Mal sehen, wann das bei uns auch einschlägt (was maßgeblich vom deutchen Apple-Store abhängt).
Morgen geht es nach Orlando zur Blogger-Konferenz von der ich dann (mehr oder weniger) “live” berichten werde.
Während es hier draußen vor meinem Fenster in Miami gerade hell wird und Ike an den Fenstern rüttelt, heute mal wieder News über mein Lieblingsthema Twitter.
Bei Twitterholic kann man die komplette Liste einsehen, ich picke nur mal ein paar, wie mir scheint interessante Punkte heraus:
Nicht mehr neu, aber immer noch faszinierend. Der amerikanische Präsidentschaftskandidat Barack Obama ist und bleibt unangefochten die Nr. 1 der Twitterer mit 75.300 Followern. Nachdem inzwischen auch Die Grünen twittern (und zwar gar nicht schlecht), bleibt mal abzuwarten, ob unser Wahlkampf 2009 auch in weiten Teilen im Netz abläuft (ich bezweifle es). Ebenso abzuwarten bleibt, ob Obamas Bemühungen sich gelohnt haben (derzeit sieht es hier in den USA nicht so toll für ihn aus).
Die TOP 100 sind fest in amerikanischer Hand. Deutsche sind gar nicht darunter, Europäer insgesamt nur sehr wenige. So ist England 5 x vertreten und die Niederlande 1 x. Sonstige Nationaliäten: 1 x Japan, Canada und ein paar Australier. Geht bei uns nicht mehr? Nr. 100 auf der Liste hat 6.047 Follower, das wird doch wohl bei uns auch einer schaffen??
Interessant ist auch, dass auf der Hitliste nur sehr wenig Firmen sind und wenn dann Medienkonzerne wie CNN, NY-Times, Breaking News oder Technorati. Scheint also auch in den USA noch nicht wirklich angekommen zu sein bei der Mehrheit.
Ansonsten: Viele “Geeks” und “Nerds” auf den Top-Plätzen: Also Internet-, Blogging- und Podcast-Spezialisten wie z.B. der bekannte Podcaster Leo Laporte (auf Platz 2 hinter Obama!), Robert Scoble (Scobleizer) von Fastcompany auf Platz 8, der in den USA sehr bekannte Comedien Stephen Colbert (Platz 25), die Kanadierin Amber MacArthur, das “alter-ego” von Leo Laporte, Produzentin von Command N auf Platz 28, Darren Rowse von Problogger (Platz 46), die “Macher” der “Thirty-Day Challenge” Ed Dale (Platz 52) und Dan Raine (Platz 87), und so weiter. Also alles Kenner und Könner der Szene.
Last but not least, die Frauenrate: Immerhin, eine Frau unter den ersten 10! Bloggerin Veronica auf Platz 9. Insgesamt habe ich 15 Frauen entdeckt und damit immerhin 15%. Nicht so schlecht, aber natürlich steigerungsfähig und -bedürftig. Wie wäre es mit einer Frau, als erste Deutsche unter den Top 100??
Twitter ist und bleibt weiterhin ein (wenn nicht das) Thema für 2008. In USA hat Twitter sich bereits gut etabliert, bei den großen Konzernen scheint es aber auch hier noch nicht angekommen zu sein. Was ja vielleicht gar kein Fehler ist, so bleiben “wir” unter uns. Europa und im Speziellen Deutschland hinkt noch etwas hinterher. Ich bin mal sehr gespannt, ob wir diesem Trend wirklich folgen werden, oder ob Twitter bei uns eine Randerscheinung bleiben wird.
Meine persönliche Meinung: Twitter wird weltweit erfolgreich sein. Ob Twitter dabei bestehen bleibt, weiß ich nicht, aber die Twitter-Idee wird sich weitertragen und weiter entwickelt werden.
So, und jetzt gehe ich mir mal einen Kaffee holen und schaue ein wenig aufs Meer vor meiner Haustüre - schön!
Morgen früh steige ich ins Flugzeug Richtung Miami. Schön, werden Sie vielleicht denken. Aber, leider ist das keine Vergnügungs- sondern eine Business-Reise. Trotzdem schön, irgendwie.
Geplant sind einige Treffen mit Internet-Spezialisten sowie die Teilnahme an der IZEA Blogger Conference in Orlando. Und von all dem werde ich hier natürlich berichten (sofern mich das Hotel WiFi nicht verlässt). Sie können sich also auf aktuelle Neuigkeiten aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten freuen. Wahrscheinlich werden auch ein paar Highlights aus der Kategorie “Man glaubt es kaum” dabei sein.
Ich lasse mich überraschen, tun Sie es auch. Nur ein wenig Geduld, nächste Woche geht es los.
Bis dahin haben Sie vielleicht Lust, sich das kleine Video hier über IAlertU anzusehen. Das habe ich mir aus Sicherheitsgründen gerade auf mein MacBook geladen. Funktioniert ganz hervorragend. Sie können den Alarm über die Fernbedienung oder über das MacBook selbst aktvieren und sobald sich jemand an Ihrem Rechner zu schaffen macht, geht ein Alarm los, der vermeintliche Dieb wird fotografiert und das Foto wird Ihnen zugemailt. Besser geht es nicht, oder? Und das allerschönste: Das kleine Programm ist ganz und gar kostenlos. Und ich bin jetzt der freudige Besitzer 3er Photos, die mich höchst überrascht beim Klauen meines eigenen Notebooks zeigen. Na dann, kann ja fast nix mehr schiefgehen, oder?