Internet Marketing für Anfänger

Alles über Internet-Marketing in den Zeiten von Web 2.0

Archive for the 'News' Category



Der 4-Stunden-Arbeitstag

September 4th, 2008 by Kirsten Erlenbruch

In der aktuellen Ausgabe von esPresso (die Business-to-Business-Information der Focus Magazin Verlag GmbH) kann man es schwarz auf weiß lesen: Deutsche Bundesbürger verbringen täglich 600 Minuten (!) mit der Nutzung von Medien. Das sind 10 Stunden täglich, die wir uns mit Medien beschäftigen.

Rechnet man noch 8 Stunden Schlaf hinzu und 2 Stunden für Körperflege und Fahrzeiten von und zur Arbeit, würden wir nur mehr 4 Stunden täglich arbeiten.

Multitasking-Mediennutzung

So ist das natürlich (leider?) nicht. Denn viele der Medien wie z.B. Radio, CD, MP3 und mehr und mehr auch das Fernsehen, nutzen wir “nebenbei”, also während wir etwas anderes tun.

Im Auto wird Radio gehört oder eine CD, der aktuelle Podcast wird auf den MP3-Player geladen und so auf dem Weg zur Arbeit konsumiert und während wir bügeln, telefonieren oder im Internet surfen, sehen wir auch noch fern. Ganz schön multitaskingfähig.

Kein Wunder, wenn wir da genau selektieren müssen, welche Information für uns nützlich und sinnvoll ist. Bei den unter 30jährigen z.B. sinkt die Bereitschaft auch längere Artikel in Tageszeitungen oder Magazinen gründlich zu lesen, deutlich. Die meisten “scannen” lange Beiträge nur noch nach den für sie wichtigen oder interessanten Informationen.

Welche Zielgruppen nutzen welche Medien

Bei den 14-29jährigen, den so genannten Digital-Nutzern, ist das Web 2.0 schon komplett angekommen. Internet, PC, Videospiele, MP3-Player und Mobiltelefone werden ausgiebig und oft parallel genutzt. Die ältere Generation holt zwar bei der Internet-Nutzung ganz erheblich auf (mit hohen Zuwachsraten), bislang nutzt die Mehrheit der 50-69jährigen aber immer noch vorrangig Zeitschriften, Tagezeitungen und das Fernsehen. Der deutsche Durchschnittsnutzer in der Altersklasse zwischen 20 und 49 Jahren, nutzt zwischenzeitlich alle Medien (TV, Internet, Print) aber eher pragmatisch und zweckorientiert ohne besondere Vorlieben, die Parallelnutzung von Medien ist jedoch nicht ihr Fall.

Fernsehkonsum steigt weiter

Auch wenn das Fernsehen schon tot gesagt wird (aufgrund des steigenden Medienangebots im Internet), die Nutzungsdauer ist ansteigend. Betrug die Sehdauer 1988 noch 144 Minuten pro Tag (immerhin fast 2,5 Stunden), sind es im Jahr 2007 bereits 208 Minuten (mehr als 3,5 Stunden). Interessant ist dabei, dass bei einem Großteil der Zuseher jedoch die Begeisterung für das Medium Fernsehen erheblich abnimmt. Geschaut wird trotzdem, oder zumindest läuft die Kiste nebenbei.

Wird Radio des Medien-Sorgenkind?

Zumindest bei den 14-19jährigen sinken die Nutzungsraten, hier wird wohl sehr konsequent auf MP3-Player umgestiegen. Interessant ist allerdings, dass die Radio-Nutzung über das Internet (so genanntes “Streaming”) steigend ist. Radio wird damit wohl immer mehr zum “Hintergrundgeräusch”.

Kürzlich hörte ich einen amerikanischen Podcast-Spezialisten, der erzählte, dass seine Tochter (ca. 10 Jahre) total entsetzt reagierte, als er gestand, dass er den IPod zu Hause vergessen hatte. Auf seinen Hinweis, er hätte doch ein Radio im Auto, erntete er blankes Unverständnis: “Was?” kam die Antwort, “da muss ich ja hören, was jemand anders ausgesucht hat.” Ganz offensichtlich ein Konzept, dass für die ganz Jungen völlig unverständlich ist.

Fazit

Da die Arbeitszeiten seit Jahrzehnten beständig sinken, verfügen wir über mehr und mehr Freizeit, die wir ganz offensichtlich hauptsächlich durch die Nutzung unterschiedlichster Medien füllen. So gesehen sollten wir alle top-informiert sein, was bedauerlicherweise nicht wirklich der Fall ist. Viel hilft auch in diesem Fall nicht unbedingt viel. Medien sind und bleiben der Deutschen liebstes Hobby, welches Medium dabei vorrangig genutzt wird, ist Interessen- und Altersabhängig.

Die komplette, immerhin 65-Seiten starke, Studie können Sie sich übrigens kostenlos bei www.medialine.de/marktanalysen downloaden.

 

Category: News, Uncategorized | No Comments »

Nachlese 2: Thirty Day Challenge 2008

September 2nd, 2008 by Kirsten Erlenbruch

Thirty Day ChallengeDie schlechte Nachricht zuerst: Die diesjährige Thirty Day Challenge endete nach 31 (!) Tagen am vergangenen Sonntag.

Die gute Nachricht: Wenn Sie aus welchen Gründen auch immer (wovon der schönste wohl Urlaub sein dürfte) nicht teilnehmen konnten. Keine Sorge. Sie können jederzeit einsteigen, die Inhalte der 30 DC sind und bleiben online und jedermann kostenfrei zugänglich.

Was gab es alles in der diesjährigen Challenge?

Während im vergangenen Jahr alle Inhalte per “Audio” übermittelt wurden, waren es dieses Jahr tägliche Videos. Das hat das Lernen natürlich erheblich vereinfacht und alles noch mal so professionell gemacht.

Dann wurden zwei neue Tools vorgestellt, die während der 31 Tage für die Teilnehmer kostenfrei zu nutzen waren:
“Market Samurai” - ein Programm, das es ermöglicht schnell und einfach geeignete Keywords zu finden und vor allem hervorragend zu analysieren. So lassen sich geeignete Nischen rasch aufspüren und testen.

“Wordpress Direct” - ein Programm, mit dem man einfach und ohne jede Vorkenntnisse seine Wordpress-Blogs hochladen, verwalten und vor allem mit Inhalten befüllen kann. Das ganze auch automatisiert, wenn gewünscht. Super, wenn man schnell mal einen Markt austesten möchte.

Außerdem gab es dieses Jahr mal einen kleinen “Sidestep” in Richtung bezahlte Google-Anzeigen, aka “Google-Adwords”. Hochinteressant und äußerst lehrreich.

Abgesehen von den täglichen Videos (mindestens 1, meist 2 bis 3) gab es alle paar Tage auch noch eine Video-Live-Show. Da waren wir Europäer ein wenig benachteiligt, denn da die meisten Teilnehmer aus den USA stammen, fand die Show immer um 20.00 Uhr Ostküsten-Zeit statt - das ist bei uns 02.00 Uhr nachts. Meine Äuglein wurden zum Ende hin immer kleiner und kleiner…..
An die Europäer wurde aber auch gedacht, 2 Shows fanden zu homogener Stunde zwischen 21.00 Uhr und 22.00 Uhr statt. Und wer das alles nicht schaffen konnte, dem blieb am nächsten Tag immer noch die Aufzeichnung.

Worum ging (geht) es bei der Thirty Day Challenge

Aufgabe ist es innerhalb von 31 Tagen über eine Website mit einem Produkt mindestens 1 US$ zu verdienen. Derjenige, der als erster 1 Dollar verdient hat, gewinnt einen ansehnlichen Preis. Für alle anderen gibt es zum Ende der Challenge immer noch interessante Preise zu gewinnen. Aber die Preise sind (oder sollten) nicht der Grund für die Teilnahme sein. Denn selbst, wenn es einem nicht gelingt, den Dollar zu verdienen, wer allen Schritten folgt, der hat nach einem Monat eine voll funktionsfähige Nischen-Webseite aufgebaut, die früher oder später auf jeden Fall Geld verdienen wird. Immer vorausgesetzt, man setzt das fort, was man während der Challenge gelernt hat.

Das beste (und faszinierendste) daran ist, dass alles, wirklich alles in diesen 31 Tagen völlig kostenfrei und ohne jeglichen Hintergedanken ist. Es wird wirklich und ausdrücklich keinerlei Werbung für irgendein Produkt gemacht. Und dabei können Sie in dieser Zeit hier mehr lernen, als bei den meisten viele tausend Dollar teuren Produkten, die Sie so im Internet angetragen bekommen.

Und nach der 30DC?

Nach der Challenge ist vor der Challenge…. 11 Monate im Jahr muss das Team der Thirty Day Challenge dann auch mal wieder Geld verdienen. Wer in der Richtung weiter arbeiten möchte, entscheidet sich vielleicht für das eine oder andere Produkt/Programm vom 30DC-Team (die übrigens durchwegs alle hervorragend sind). Andere wiederum fanden es nur eine schöne und interessante Erfahrung (inkl. Austausch mit Gleichgesinnten aus der ganzen Welt). Und wieder andere arbeiten emsig an Ihrene Webseiten und Produkten weiter.

Ob Sie es nun glauben oder nicht, die 30DC hat in den vergangenen Jahren mehr als einen Millionär hervorgebracht und wird es sicherlich auch in den nächsten 12 Monaten wieder schaffen. Vom reinen Zusehen oder Lesen werden Sie aber auch bei diesem Programm nicht reich, noch nicht einmal wohlhabend. Sie müssen schon raus aus Ihrer Komfortzone und ran an die Arbeit. Es lohnt sich. Steigen Sie gleich ein und machen Sie den September zu Ihrem diesjährigen Erfolgsmonat.

P.S. Nein, ich habe (noch) keinen Dollar verdient. Aber ich habe meine Seite innerhalb von 10 Tagen auf Platz 6 bei Google gehabt. Und da ich zeitlich etwas ins Hintertreffen geraten bin (ich habe ja noch einen Day-Job), habe ich noch 14 Tage Zeit um festzustellen, ob das mit dem Dollar geklappt hat. Ich berichte Ihnen weiter hier.

Category: News, Virales Marketing | No Comments »

Nachlese zum Frauen Barcamp in München

September 1st, 2008 by Kirsten Erlenbruch

#FBCAm Samstag, 30. August 2008, war Frauen Barcamp in München. Um es gleich vorweg zu schicken - es war super.

Barcamp - was ist das und wie läuft es ab

Für mich persönlich war es das erste Barcamp. Ich hatte so eine (sehr) vage Vorstellung, wie das ablaufen könnte und diese wurde auch nicht enttäuscht. Getagt wurde in den sehr schönen und technisch hervorragend augestatteten Räumen von eLab auf der Sonnenstraße. Hätte ich gar nicht vermutet, was es da so alles gibt (also auf der Sonnenstraße).

Die rundherum-Organisation war hervorragend, ebenso das Catering (wirklich lecker, allein dafür komme ich gerne nochmal wieder). Ein ganz klein wenig zu bemängeln habe ich die Organisation der Sessions. Das war zunächst ein wenig chaotisch, was wahrscheinlich daran lag, dass es auch für die Organisatorinnen wohl das erste Barcamp war. So kam der Zeitplan erst ins Hintertreffen und dann ganz schön ins Wanken - was aber der Qualität der Sessions keinen Abbruch tat. Und somit sei dieser winzig kleine Schnitzer (der vielleicht ja auch gar keiner war - ich weiß ja nicht, wie es sonst so abläuft) gleich wieder verziehen.

Es liefen immer parallel in 2 Räumen unterschiedliche Sessions und das von morgens um 11.00 Uhr bis nachmittags um 19.00 Uhr (und etwas darüber hinaus). Die Themen wurden vorher schon mal grob festgelegt und dann mittels Abstimmung durch Klebepunkte “fein-getuned”. So kamen auf jeden Fall alle Themen zum Zug, für die sich die meisten Frauen interessierten. Für jede Session gab es eine Moderatorin, die etwas zum Thema erzählen und die Diskussion leiten konnte. Sinn eines Barcamps ist es, dass nicht einige wenige ihr Wissen “breitflächig ausstreuen”, sondern alle Teilnehmer etwas beitragen und sich austauschen. Also ziemlich viel Dynamik.

Themen des Frauen Barcamps

Diskutiert wurde reichlich und erstaunlich fachkundig. Überhaupt waren die Damen alle top-informiert und bestens ausgebildet. Also eine Ansammlung weiblicher Geeks und Nerds könnte man fast sagen. Aber auch die Frauen, für die vieles im und um das Internet noch Neuland war, kamen auf ihre Kosten (so das Feedback, das bei mir ankam) und konnten eine Menge Wissen und Informationen mitnehmen.

An Themen gab es unter anderem:

  • Web 2.0 Monetarisierung / E-Commerce
  • Twitter
  • Community Trends
  • E-Learning
  • Erfolgsmessung Social Media
  • Content vs. User Generated Content
  • Podcasting
  • Nutzeraktivierung
  • Zielgruppe Frauen
  • Sicherheit in sozialen Netzwerken
  • Frauen und Karriere im Netz
  • Web 2.0 und was kommt dann

Also anspruchsvolle Themen, die sich wohl an jedem anderen (gemischten) Barcamp messen lassen können. Mein Part betraf den Bereich Monetarisierung und wir haben nicht nur engagiert diskutiert, sondern auch so einiges an Neuem gelernt und ausgetauscht. Prinzipiell wurde Kommunikation ganz groß geschrieben und wenn nicht gerade geredet wurde, dann wurden die Laptops bearbeitet und getwitter und gebloggt, was das Zeug hielt. Frauen und Technik - eine wundervolle Kombination ganz offensichtlich. Die bekannte Podcasterin Annik Rubens (nahm sich, wie immer fachkundig und charmant, des Podcasting-Themas an), verriet mir in der Pause, dass sie gar nicht gedacht hätte, dass man über Twitter so viel sagen kann (immerhin eine ganze Stunde).

Der Tag fand bei einer gemeinsamen Party ein Ende, an der ich (sehr bedauerlich) leider nicht teilnehmen konnte, wegen eines anderen Termins. Wenn ich die Feeds aber richtig interpretiere, wurde bis in die frühen Morgenstunden kräftig gefeiert. Recht so.

Und was passiert nach dem Frauen Barcamp?

Gute Frage, ich bin ja nicht die Organisatorin. Ich persönlich, und ich gehe davon aus, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin, hoffe natürlich auch eine Fortsetzung im kommenden Jahr und auf Nachahmerinnen in anderen Städten. Mein Tipp für die Organisation: Macht doch aus 1 Tag einfach 2 Tage und lasst die jeweiligen Sessions 2 x laufen. Ich hätte mir gerne noch mehr Themen angehört, aber da war organisatorisch einfach nicht drin. Dafür würden die meisten Frauen sicherlich auch einen kleinen Obolus entrichten (behaupte ich jetzt mal ganz frech).

Einige (alle?) Sessions wurden gefilmt und es wurden Fotos gemacht. Wer also einen kleinen Einblick haben möchte, der sei auf die Seite des Münchner Frauen Barcamp verwiesen. Die Daten vom Samstag sollten hier in Kürze zu finden sein. Viel Spaß bei der Nachlese.

P.S. Wer mir besonders gut gefallen hat? Nicole Simon und ihre Session über Erfolgsmessung. Ganz hervorragend.

Category: News | No Comments »

AWSOM Powered