Erfolgreiches Internet Marketing

Internet-Marketing in den Zeiten von Web 2.0

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Warum es lebenswichtig ist, seinen Markt zu kennen

January 11th, 2010 by Kirsten Erlenbruch

Ich habe lange Zeit in der Markforschungsabteilung eines großen deutschen Zeitschriftenverlages gearbeitet und, um ganz ehrlich zu sein, die meisten Umfragen und Ergebnisse fand ich todlangweilig. Ich finde Marktforschung heute immer noch nicht besonders spannend, weiß aber um ihre Notwendigkeit, um so mehr bei jeder Art von Online-Projekten.

Mein damaliger Arbeitgeber hat Unsummen dafür ausgegeben, um fast jede Ausgabe seiner Zeitschriften genau auf ihre Akzeptanz zu überprüfen. Welche Artikel wurden gelesen, welche fanden die Leser besonders spannend, welche Fotos kamen gut an, welche Anzeigen sind in Erinnerung geblieben, usw. Und nach jedem Testergbnis wurden die Zeitschriften neu auf die Bedürfnisse der Leser angepasst.

Einen solchen Aufwand konnten kleine Unternehmer oder Existenzgründer natürlich nicht betreiben und so wurden (und werden) viele Unternehmen aufgrund eines “guten Gefühls” oder einer vermeintlich “guten Idee” gegründet und ebenso viele Unternehmen scheitern letztlich genau daran.

Heute gibt es, vor allem für Online-Unternehmer, KEINE Entschuldigung mehr, “seinen” Markt nicht genau zu kennen und vor allem, vor Geschäftsbeginn hinreichend zu testen. Und trotzdem tun es immer noch viel zu wenige. Erst kürzlich saß mir eine verzeifelte junge Frau mit einer tollen Idee und einer wunderschönen Webseite gegenüber und beklagte sich, dass ihr Geschäft so gar nicht in Gang kommen wollte. Eine Überprüfung der Zahlen ergab schon in wenigen Minuten: Der Markt für ihre Dienstleistungen war einfach nicht groß genug. Auf die Frage, wie sie denn ihre Idee auf Umsetzbarkeit geprüft habe, erhielt ich die Antwort, dass alle ihre Freunde die Idee ganz toll fanden. Das waren dann wohl auch genau die 10 Besucher, die die Webseite hatte.

Wenn Sie also ein Online-Projekt planen, prüfen Sie VORHER Ihre Zahlen und zwar ganz genau. Google stellt uns heutzutage kostenlos so viel Daten zur Verfügung, wie wir benötigen. Und wer es noch genauer möchte (und das sollten Sie) kann sich weitere Informationen über zusätzliche Tools und Software beschaffen (oder beschaffen lassen).

Wenn Sie dann “Ihren” Markt gefunden haben, tun Sie sich und Ihren potentiellen Kunden einen Gefallen: Fragen Sie, was Ihre Kunden sich wünschen. Fragen Sie, welche Probleme ihre Kunden haben, die Sie lösen können. Fragen Sie, was Ihre Kunden brauchen, vor allem aber, was sie wollen. Schauen Sie sich in den einschlägigen Foren um, vergleichen Sie Ihre Mitbewerber oder schalten Sie Online-Umfragen. Finden Sie heraus, was Ihr Markt will und braucht - BEVOR Sie mit einem Projekt starten.

Das wird Ihnen viel Zeit, Mühe und letztlich auch Geld sparen. Und seien Sie dabei so unemotional wie möglich. Natürlich ist es schade, wenn man glaubt, man hätte eine wirklich tolle Idee und die stellt sich dann als Luftblase heraus. Aber was zählt sind eben auch hier nur die Zahlen, denn auch wer in Schönheit stirbt, ist leider irgendwann tot.

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Webnutzung in Deutschland - aktuelle Studie

July 3rd, 2009 by Kirsten Erlenbruch

Mit das Wichtigste für jeden, der im und mit dem Internet tätig ist, sind Zahlen: Nutzerzahlen, Besucherzahlen, Verkaufszahlen. Conversion Rates, etc. Auch wenn es trockene Materie ist, die Beschäftigung lohnt. Daher heute ein kurzer Blick auf die aktuellen Web-Nutzerzahlen in Deutschland aus dem (N)onliner Atals 2009 der Initiative D21, durchgeführt von TNS Infratest. Befragt wurden repräsentativ Bundesdeutsche ab 14 Jahre mittels Telefoninterview im Zeitraum vom 09.02. bis 13.05.2009 (insgesamt 30.702 Interviews).

Das Wichtigste in Kürze:

Im Jahr 2009 sind knapp 70% (69,1%) aller Bundesdeutschen ab 14 Jahre online, das sind 46,3 Millionen.

Frauen holen bei der Internetnutzung zwar auf, aber immer noch sind 13,7% mehr Männer als Frauen online.

Interessanterweise gibt es den größten Zuwachs bei der Generation 50+, das heißt auch bei der Eltern- und Großeltern-Generation ist das Internet zwischenzeitlich angekommen und wird gut genutzt. Lediglich die 70+ “hinken” noch ein wenig hinterher.

66,9% der so genannten Onliner verfügen derzeit über einen Breitband-Zugang zum Internet, also eine schnelle DSL-Verbindung oder ähnliches. Man kann also getrost auch weiterhin auf Audio- und Videoinhalte setzen, denn sowohl Downloads wie auch online-streaming sind bei schnellen Verbindungen in der Regel kein Problem. Bis Ende 2010 will die Bundesregierung dafür sorgen, dass in der BRD flächendeckend Breitbandanschlüsse zur Verfügung stehen und bis 2014 sollen für 75% der Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mind. 50 Megabit pro Sekunde verfügbar sein.

Die meisten Menschen sind in Bremen online (74,2%), gefolgt von Berlin (73,3%) und Baden-Württemberg (72,6%). Bayern liegt etwas abgeschlagen auf Platz 9 (69,2%) - also nix mit Laptop und Lederhosen ;-)
Die Schlusslichter machen (noch) die neuen deutschen Bundesländer auf den Plätzen 11 bis 16, auf dem letzten Platz liegt Sachsen-Anhalt mit jedoch immer noch 60,7%.

Von den 14-29jährigen sind 94,5% online, also nahezu alle. Die 30-49jährigen vergnügen sich zu 85,0% im Internet und die Generation 50+ immerhin noch zu 44,9% (gegen 15,6% im Jahr 2001!).

Von den befragten Männern sind 76,1% online, die Frauen sind mit 62,4% vertreten.

97,0% der befragten Schüler gaben an online zu sein, von den Volks- und Hauptschülern jedoch nur 52,7%. Besucher von weiterführenden Schulen nutzen zu 73,3% das Internet und Befragte mit Abitur/Studium zu 87,5%. Niedrigerer Bildungsstand scheint also ein “Internet-Hindernis” zu sein, was sicherlich auch ein Kostenfaktor ist.

So sind nämlich von den Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen =< € 1.000,00 nur 47% online, wohingegen Befragte mit einem Einkommen von >= € 3.000,00 zu 89,4% das Internet nutzen.

Auch wenn man meinen könnte, das Berufstätige privat vielleicht weniger Neigung verspüren, das Internet zu nutzen, sind von diesen 83% online, wohingegen nicht berufstätige nur zu 52,9% das Internet nutzen. Hier wird wohl weiterhin mehr das kostenlose Fernsehprogramm genutzt.

Wirft man einen Blick über die Landesgrenzen, schlägt Deutschland sich im Europäischen Vergleich ganz gut mit einem beachtlichen 9. Platz direkt hinter Großbritannien. Spitzenreiter ist Island mit einer 90% Internetnutzung (ja, was sollen die da auch anderes machen - schade, dass das Land pleite ist…), gefolgt von Norwegen, Schweden, Niederlande, Dänemark und Finnland (zwischen 89% und 83%). Im Vergleich dazu: In den USA liegt die Internetnutzung der Bevölkerung bei 82%.

Kurzes Fazit: Der durchschnittliche bundesdeutsche Internet-Nutzer ist zwischen 30 und 49 Jahre alt, berufstätig, gebildet und verfügt über ein mittleres bis hohes Nettoeinkommen. Das sollte doch das Herz eines jeden Internet-Marketers höher schlagen lassen.

Wer noch mehr wissen möchte, kann sich die Studie auf der Webseite der Initiative D21 kostenfrei herunterladen.

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Aktuelle Twitter-Zahlen

January 22nd, 2009 by Kirsten Erlenbruch

Auch wenn Twitter immer noch von Vielen belächelt wird, die Zahlen sprechen eine andere Sprache. So nutzen laut Twitter-Spezialistin und Buchautorin Nicole Simon (Twitter. Mit 140 Zeichen zum Web 2.0) derzeit 86.593 Deutsche den Microblogging Service. Weltweit sollen es laut Schätzungen von Hubspot im letzten Quartal 2008 zwischen 4 und 5 Millionen mehr oder weniger aktiven Nutzern sein.

Derzeit werden täglich zwischen 5.000 und 10.000 neue Twitter-Accounts eröffnet, das heisst, das Wachstum ist und bleibt enorm. Was eine ganze Weile ein Geheimtipp von einigen, wenigen “Geeks” war, ist zwischenzeitlich längst Mainstream, was auch an den täglich neu auftauchenden Zusatzdienstleistungen rund um Twitter abzulesen ist.

Der Besucherstrom auf Twitter hat in den vergangenen 12 Monaten um 600% (!) zugenommen und im Mai 2008 rutschte Twitter in der Alexa-Besucherstatistik unter die ersten 1.000 Webseiten weltweit.

Interessant ist auch, dass während der Woche mehr getwittert wird, als am Wochenende, was darauf schließen lässt, dass viele Menschen Twitter am Arbeitsplatz nutzen. Dabei sind die stärksten Tage Mittwoch und Donnerstag.

Der durchschnittliche Twitter-Nutzer hat 70 Follower (also Menschen, die seine 140-Zeichen langen Nachrichten lesen) und folgt selbst 69 Twitter-Usern. Das Verhältnis von “Folgen” und “Verfolgt-werden” ist also zwar im Durchschnitt ziemlich ausgeglichen, nimmt jedoch unter den Top-Twitterern rapide ab. Diese werden von weitaus mehr Menschen “verfolgt” als sie selbst verfolgen.

87% aller Twitter-Nutzer haben 100 oder weniger “Verfolger”, noch ganze 8% liegen zwischen 101 und 250 “Verfolgern” und dann nimmt es rapide ab. Mehr als 2.500 “Verfolger” haben dann nur noch 0,2% aller Twitter-User.

Twitter bleibt also weiterhin ein interessantes Thema und ein wichtiger Bestandteil der Social Media Community. Für Internet Marketer ein absolutes Muss.

Wer mehr über Twitter und den sinnvollen Umgang mit diesem Microblogging-Tool erfahren möchte, dem sei Nicole Simons und Nikolaus Bernhardts hervorragendes Buch ans Herz gelegt: Twitter. Mit 140 Zeichen zum Web 2.0

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