Nutzung von Communities steigt
July 9th, 2008 by Kirsten Erlenbruch
Die Zeitschrift Tomorrow (Burda Verlag) hat in Zusammenarbeit mit der PbS AG, Community Marketing & Research sowie dem Team von “Typologie der Wünsche” eine neue Studie über das Online- und Offline-Verhalten der Web 2.0 Generation herausgegeben.
Interessant an dieser Studie ist, dass die Webnutzer erstmals in 8 Typen eingeteilt wurden (z.B. der Getriebene, der Schüchterne, etc.), und die Webnutzung der einzelnen Typen separat erfasst wurde.
Insgesamt hat sich herausgestellt, dass mehr als 50% aller deutschen Online-Nutzer eine Web 2.0 Anwendung nutzen und dabei sind Wikipedia und Ebay nicht mitgerechnet. Das heisst, dass Web 2.0 wohl endgültig bei der Allgemeinheit angekommen ist. Wie intensiv und innovativ der einzelne dann Web 2.0 Anwendungen nutzt, ist dann wohl eher eine Frage des persönlichen Geschmacks (oder der Typengruppe zu der man sich zählen mag).
Interessant ist wohl auch, dass die Nutzung von Communities eine erhebliche Steigerung erfahren hat. Waren es im Jahr 2000 noch lediglich 5%, die Online-Communities genutzt haben, sind es im Jahr 2006/20007 bereits 34%. Von diesen nehmen immerhin 19% mehr oder weniger aktiv am Leben in solchen Online-Communities teil. Großer Beliebtheit erfreuen sich nach wie vor die Foto- und Video-Communities aber natürlich auch Netzwerke wie StudiVZ, Xing o.ä. Die wichtigsten Gründe eine solche Community weiter zu empfehlen, sind eine gute Struktur, Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit.
Letzeres darf sich Facebook dann mal hinter die Ohren schreiben, die ungefragt mit den Namen ihrer Nutzer bei Google-Adwords geworben hatten und so, berechtigterweise, ein Sturm der Entrüstung ausgelöst hatten.
Immerhin 11% der Befragten gaben an, das Internet auch bereits über das Handy zu nutzen. Dabei erklärt sich jedoch nur eine Minderheit von 17% dazu bereit, für mobile Internetanwendungen zu bezahlen, sofern dann auf Werbung verzichtet würde. Die große Mehrheit nimmt Werbung lieber billigend in Kauf.
Fazit: Web 2.0 kann nicht nur, sondern muss zukünftig sein. Dabei müssen Werbetreibende weg von der One-Way-Kommunikation hin zur Interaktion mit dem potentiellen Kunden. Das Mitmach-Web trägt seinen Namen wohl zurecht. Werbung wird zu Gunsten kostenfreier Dienstenutzung hingenommen, zielgerichtete Werbung (wie Sie Amazon schon seit Jahren erfolgreich praktiziert) kann hierbei als durchaus nützlich empfunden werden.
Besser dran ist auch hier derjenige, der seine Hausaufgaben gemacht hat und seine Zielgruppe entsprechend gut kennt um Angebote Consumer-gerecht zuzuschneiden.
Es bleibt also weiter spannend und interessant.
Die komplette Studie können Sie sich kostenfrei bei Burda Community Network herunterladen.
Category: Statistik, Strategie | 1 Comment »


Strategische Planung ist schon die halbe Miete im Internet. Das trifft nicht nur auf Ihre Webseite(n) oder Weblogs zu, sondern selbstverständlich auch für Ihre Squidoo-Seiten.


