Internet Marketing für Anfänger

Alles über Internet-Marketing in den Zeiten von Web 2.0

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Kennen Sie Ihre Kunden?

July 21st, 2008 by Kirsten Erlenbruch

FriendsJa doch, das ist ein Thema das Sie auch (oder gerade dann) betrifft, wenn Sie nur oder hauptsächlich im Internet tätig sind.

Wenn Sie einen Laden haben, kommen die Kunden zu Ihnen (hoffentlich), Sie können sich mit Ihnen unterhalten, austauschen und erfahren so ganz nebenbei so einiges über die Vorlieben und Abneigungen Ihrer Kundschaft. Wenn Sie ein klein wenig clever sind, merken Sie sich die “Eckdaten” Ihrer Stammkunden und gratulieren zu Geburtstagen oder Jubiläen, wünschen dem Gatten gute Besserung oder geben dem geliebten Waldi mal einen Knochen mit.

Sie schütteln den Kopf? So einen Laden haben Sie noch nicht erlebt? Doch, doch, es gibt sie noch, vereinzelt aber immerhin. Und eigenartig, das sind die Läden, die nie über eine Flaute zu klagen haben, egal wie gut oder wie schlecht die Zeiten gerade sind. Zugegeben, die deutsche Telekom gehört wohl nicht dazu (aber das ist ein anderes Thema).

Wenn Sie Ihr Business im Internet betreiben, ist das mit dem Kennenlernen der Kunden schon nicht mehr ganz so einfach. Nicht umsonst geben sich Konzerne da mittlerweile eine Menge Mühe, ihre Kunden auch online besser oder am liebsten sogar gut, kennen zu lernen.

Amazon ist da ein geradezu vorbildliches Beispiel. Amazon merkt sich nämlich, welche Bücher Sie bestellt haben und informiert Sie, wenn Bücher mit ähnlichen Themen erschienen sind. Oder weist Sie freundlich darauf hin, dass Leute, die dieses Buch gekauft haben, sich auch für dieses, jenes und noch eines interessieren. Das ist Werbung. Jawohl. Aber sie ist gut gemacht, unaufdringlich und hilfreich. Darüber hinaus fordert Amazon alle Kunden auf, eigene Rezensionen über gelesene Bücher zu schreiben, eigene Listen mit Lieblingsbüchern anzulegen, usw.

Amazon ist mit seinen Kunden im Gespräch und interagiert mit ihnen. Handel im Internet darf, wenn er langfristig erfolgreich sein will, keine Einbahnstrasse bleiben. Jeder einzelne Kunde muss uns wert und teuer sein und nicht nur, weil er zum Wiederholungstäter werden könnte.

Möglichkeiten, wie Sie mit Ihren (potentiellen) Kunden ins Gespräch kommen können:

  1. Weblog
    Ich werde nicht müde, den Vorteil von Weblogs zu preisen. In diesem Fall besonders deshalb, weil die Leser die Möglichkeit zum Kommentieren haben und sich so auch untereinander austauschen können und sollen.
  2. Bewertungen
    Lassen Sie Ihre Kunden Ihre Produkte bewerten. Mit Sternchen, Punkten o.ä. aber auch mit Kommentaren. Auf die Gefahr hin, dass auch mal ein Kunde seinen Frust rauslässt, was wiederum auch aufschlussreich ist.
  3. Newsletter
    Klingt wie ein alter Hut, ist auch einer, wenn Ihr Newsletter nicht gut gemacht ist und Ihre Kunden mit ordentlichen Informationen versorgt. Tchibo, LandsEnd und Strauss machen es vor. Es ist legitim, in Ihren Newslettern auf Ihre Produkte hinzuweisen, aber bitte schön so, dass ich auch was davon habe (Zeitvorsprung, Sonderangebote, Versandkostenersparnis, etc.).
  4. Persönliche Daten
    Wenn es Ihnen gelingt (z.B. durch das Newsletter-Abo) beispielsweise an das Geburtstdatum Ihres Kunden zu kommen, machen Sie um Himmels willen was draus. Schicken Sie eine persönliche (wirklich persönliche!!) Geburtstagsmail oder überraschen Sie Ihren Kunden in dieser Online-Welt mit einer richtigen Geburtstagskarte per Post. Noch besser dran, sind Sie natürlich, wenn Sie z.B. die Hobbies und Interessen Ihres Kunden kennen, denn dann gibt es noch mehr Möglichkeiten zur Interaktion. Selbstredend, dass Sie diese Daten nur und ausschließlich mit Zustimmung Ihrer Kunden erheben und verwenden dürfen.
  5. Forum
    Richten Sie ein Forum ein, in dem sich Ihre Kunden austauschen können, in dem aber auch Sie oder Ihre Mitarbeiter regelmässig mit fundierten Antworten weiterhelfen.
  6. Seien Sie freundlich
    Klingt doof, ist es aber nicht. Wie oft haben Sie sich schon über unfreundliche Call-Center Mitarbeiter geärgert, über unpersönliche Email-Antworten auf Ihre dringenden Fragen, über generelle Gleichgültigkeit? Na also. Ihre Kunden ärgern sich darüber ganz genauso. Also tun Sie das kleine Quentchen mehr als Ihre Mitbewerber - es lohnt sich.

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Mail von Obama

July 14th, 2008 by Kirsten Erlenbruch

Am Wochenende hat es geregnet. Zeit, sich mal wieder erquickliche und sinnstiftende Lektüre zu Gemüte zu führen. In meinem Fall handelte es sich unter anderem um das aktuelle Zeitmagazin.

Und da bin ich über einen hoch interessanten Artikel mit dem oben genannten Titel gestolpert. Und der ist nicht deshalb interessant, weil der Autor seit einiger Zeit regelmässig Emails von Barack (der sich übrigens NICHT “Bäräck” spricht, sofern Sie aus ihm nicht eine Baracke machen wollen) Obama bekommt, sondern weil es ihm gelungen ist, einen außergewöhnlich erfolgreichen Wahlkampf im Internet zu führen. Und das ist bahnbrechend.

1 Million (in Zahlen: 1.000.000!!) haben sich auf Obamas Website registrieren lassen. 1,5 Millionen Amerikaner haben in der zwischenzeit Summen zwischen US$ 25,00 und US$ 2.300,00 (das ist die gesetzliche Höchstgrenze) gespendet. Obama hat es einfach meisterlich verstanden, das Internet und vor allem das Web 2.0 zu seinen Gunsten zu nutzen, nach allen, wirklich allen Regeln der Markting-Kunst.

  1. Registrieren auf seiner Webseite mit regelmäßigem Follow-Up durch hervorragend geschriebene und informative Emails.
  2. Interaktions- und Vernetzungsmöglichkeiten auf seiner Webseite. So bleiben seine auch seine Fans und Unterstützter miteinander in Kontakt.
  3. Virtuelle Auftritte bei Facebook, MySpace etc.
  4. Twitterpräsenz (Obama war sehr lange der Twitterer mit den meisten Followern)
  5. Einbeziehen von Mobile Web- und Handy-Anwendungen

Von einer solch’ ausgefeilten (wenngleich übrigens nicht weiter schwierigen) Marketing-Strategie könnte sich so mancher Konzern einige Scheibchen abschneiden - von unseren deutschen Politikern wollen wir mal gar nicht reden.

Hier bleibt es erstmal weiterhin beim regelmäßigen Videoblog unserer Bundesangie - der ist ungefähr so spannend wie das seit heute Mittag in meinem Garten stattfindende Rennen der Nacktschnecken.

Danke also an den Autor des Artikels, Jürgen von Rutenberg, der nochmals anschaulich klar gemacht hat, was man mit Internet-Marketing alles erreichen kann (übrigens nicht nur in USA).

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Wie die Zahl Ihrer Website-Besucher sich verteilt

July 12th, 2008 by Kirsten Erlenbruch

Gestern habe ich Ihnen diesen schier unglaublichen neuen Service von Google vorgestellt, der Sie ab sofort mit völlig korrekten Zahlen was die Menge der Besucher für bestimmte Suchworte betrifft, versorgt.

Dabei hatte ich darauf hingewiesen, dass es sich auf das GESAMTE Suchvolumen handelt, was sich dann natürlich auf die einzelnen Ergebnisse (von Platz 1 bis 999 - und weiter) verteilt.

Jetzt möchten Sie natürlich gerne wissen, wie sich die Besucher denn so auf die einzelnen Plätze bei Google verteilen. Hier mal am Beispiel der durchschnittlich 246.000 Suchanfragen im Monat für den Begriff “Hundefutter”:

Position 01: 103.935 (monatlich)
Position 02:  29.348
Position 03:  20.812
Position 04:  14.858
Position 05:  11.980
Position 06:    9.815
Position 07:    8.314
Position 08:    7.306
Position 09:    7.281
Position 10:    6.937
Position 11:    1.599 (das ist bereits Seite 2)

Interessant sind hier die großen Sprünge zwischen Platz 1 und Platz 2 (da lohnt es sich schon mal um den Spitzenplatz zu kämpfen) sowie zwischen Platz 10, der noch auf der 1. Seite ist und Platz 11, der bereits auf der 2. Seite angezeigt wird.

Wenn es Ihnen also nicht gelingt, für Ihren Suchbegriff die “Pole Position” einzunehmen, dann sollten Sie wenigstens versuchen unter die ersten 10 (im Idealfall unter die ersten 5), also auf die erste Seite zu kommen.

Ehrlich gesagt: Mir haben diese Zahlen auch die Augen geöffnet. Ich habe mich nämlich für eine meiner Webseiten immer gefragt, warum es mir nicht gelingen wollte, mehr Besucher zu generieren. Jetzt kenne ich die Antwort: Es gab einfach nicht mehr. Na, das hätte ich mal vor 4 Jahren wissen müssen.

Aber Ihnen kann das ja ab sofort nicht mehr passieren. Testen Sie einfach mal alle Ihre Suchbegriffe durch.

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