Internet Marketing für Anfänger

Alles über Internet-Marketing in den Zeiten von Web 2.0

Archive for the 'Strategie' Category



Fördert das Internet die Emanzipation?

September 17th, 2008 by Kirsten Erlenbruch

Ich persönlich finde ja, dass das Wort “Emanzipation” stark überstrapaziert ist. Wovon hier die Rede sein soll, ist auch eher die berufliche und geschäftliche Gleichberechtigung von Mann und Frau.

Bei der Blogger-Konferenz IZEAfest ist mir aufgefallen, dass der Anteil an Frauen erstaunlich hoch war - gute 30% und das bei einem eher männlich, da technisch besetzten Thema. Wenn ich mir andere Web 2.0 Konferenzen so ansehe, stelle ich fest, dass es auch hier mehr und mehr gut ausgebildete und erfolgreiche Frauen gibt, die nicht nur Teilnehmer solcher Konferenzen sind, sondern auch als profunde Rednerinnen auftreten. Bei IZEAfest war 1 von 4 Keynote-Speakern eine Frau und in fast allen Diskussionsrunden war mindestens eine Frau vertreten.

Dabei heißt es doch immer, dass Frauen mit Technik “nichts am Hut haben”. Oder sollte das doch ein Gerücht sein? Und - ist das im deutschsprachigen Raum auch so?

In den USA scheint es so zu sein, dass viele (Haus-)frauen, das Internet nutzen, um von zu Hause aus zu arbeiten und/oder sich neben Haushalt, Kindern, etc. ein Home-based-Business aufzubauen. Was bestimmt eine ganz clevere Idee ist - wie gut das im Einzelfall auch immer funktionieren mag.

Tatsache scheint jedoch zu sein, dass die Scheu, mit und im Internet zu arbeiten, bei Frauen rapide abnimmt. Ich war beim Frauen BarCamp in München im August überrascht, wie viele Frauen nicht nur gekommen waren, sondern sich richtig gut auskannten und das Internet mit all’ seinen Facetten ausgiebigst nutzten.

Jungs, zieht Euch warm an - die neuen Frauen kommen ;-))

Vielleicht wird/ist das die eigentliche Revolution des Web 2.0!

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Merlin Man - Zauberer der Worte

September 15th, 2008 by Kirsten Erlenbruch

Im Ernst, kann jemand wirklich so heißen? Merlin? Ich weiß es nicht, aber dass Merlin Man ein Zauberer der Worte und des Vortrags ist, das weiß ich spätestens seit seinem Vortrag bei IZEAfest.

Es ging, was sonst, ums Bloggen. Was braucht ein guter Blogger, was ist notwendig, um einen wirklich guten Blog zu unterhalten.

Seine Antwort hier im Original (die passt übrigens in einen Twitter-Feed, was kein Zufall ist):

“Find your obesession. Every day, explain it to one person you respect. Edit everything, skip shortcuts and try not to be a dick.”

In Kürze, Merlins Tipps zusammengefasst:

  • Bloggen Sie über ein Thema, das Sie wirklich, wirklich interessiert. Ein Thema, für das Sie Leidenschaft entwickeln können. Dabei, so sein Rat, ist es zu Beginn gar nicht so ausschlaggebend ob und wie viel Sie über das Thema wissen. Hauptsache ist, Sie sind voll und ganz bei der Sache.
  • Noch besser, wenn Sie ein Thema gefunden haben, mit dem sich nicht die halbe Welt schon beschäftigt. Letztlich ist das aber, so Merlins Ansicht, dann doch Nebensache sofern, siehe oben, die Leidenschaft stimmt.
  • Es gibt diese kleine Übung: Erklären Sie jemanden, den Sie nicht kennen und der Sie nicht kennt, was Sie tun (womit Sie sich beschäftigen, was Sie verkaufen, etc.) und zwar innerhalb von 30 Sekunden - eine Zeitspanne, die man in amerikanischen Aufzügen zubringt (in euroäischen wohl etwas weniger in Ermangelung von ausreichend Stockwerken…). Will heißen: Bei jedem Blogeintrag, denken Sie an Ihre Leser, kommen Sie mit Ihrem Thema noch “rüber”?
  • Bloggen geht schnell und verleitet dazu, ein wenig “schlampig” zu werden. Es zahlt sich aber auf Dauer aus, wenn Ihre Blogposts auch eine entsprechende Qualität haben. Vor dem Veröffentlichen also noch mal lesen, noch mal verbessern, im Zweifelsfall nochmal drüber schlafen (shame on me, mache ich auch nicht immer…)
  • Vermeiden Sie “Abkürzungen”, will heißen: Bleiben Sie ehrlich. Schreiben Sie nicht über etwas, nur weil Sie sich mehr Traffic davon versprechen, wenn Sie nicht voll und ganz dahinter stehen.
  • Und versuchen Sie, kein … zu sein. Seien Sie kontrovers, vertreten Sie eine eigene Meinung, aber bleiben Sie fair. Kurz: Benehmen Sie sich wie ein zivilisierter Mensch ;-))

“Content is king - voice is queen!”

Ja, es kommt auf den Inhalt Ihres Blogs an. Wenn der Inhalt nicht interessant, informativ, lustig, amüsant, kontrovers, oder was auch immer ist, wird Ihr Blog keine oder nur sehr wenige Leser finden. Wenn Sie aber keine eigene Stimme entwicklen, wird Ihr Blog, wie gut der Inhalt auch immer sein mag, Leser verlieren.

“What is the one thing only you can do?”

Was ist es, was Sie so einzigartig macht? Was ist es, das Ihren Blog so einzigartig macht? Warum können nur Sie diesen Blog so schreiben?

Eine Menge Fragen, die man sich alle stellen sollte bevor (!) man einen Blog beginnt - was übrigens, meiner Erfahrung nach, die wenigsten tun. Trotzdem ist es sinnvoll.

Worin ich dem guten Merlin, und sein Vortrag war wirklich auch stilistisch eine Freude, allerdings nicht zustimmen kann, ist seine Behauptung man müsse sich um Traffic, SEO, etc. überhaupt keine Gedanken machen. Ich befürchte, ganz so einfach ist es heutzutage nicht mehr. Richtig ist jedoch sicher, dass man sich davon nicht “abschrecken” lassen sollte.

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Der neue “American Dream”

September 13th, 2008 by Kirsten Erlenbruch

Jeremy ShoemakerViele Jahrzehnte lang war der “American Dream” der Aufstieg (auch der soziale) vom Tellerwäscher zum Millionär. Und für die vielen abenteuerlichen Geschichten zu diesem Thema haben wir die Amerikaner geliebt - nichts war unmöglich.

Inzwischen hat jedes noch so kleine Lokal eine Spülmaschine, der Tellerwäscher ist somit der Automatisierung zum Opfer gefallen und mit “nur” 1 Million mag sich die Jugend hier auch nicht mehr zufrieden geben. Ausgeträumt?

Nicht ganz, die Träume sehen heute nur anders, eben etwas zeitgemäßer aus, vielleicht haben sie auch ein wenig an Glamour verloren, aber sie sind immer noch eindrucksvoll. So wie die Geschichte von Jeremy Shoemaker, einem jungen Mann, der bis vor 4 Jahren noch 420 Pfund wog, mehr als US$ 50.000 Kreditkartenschulden hatte und keinen Job lange behalten konnte.

Heute ist er der Besitzer gleich mehrerer lukrativer Media-Unternehmen und hat (wie sollte es anders sein) nicht nur abgenommen, sondern auch seine Traumfrau, eine Ärztin geheiratet. Ist das nicht schön?

Im Ernst, mal ganz abgesehen von den ganzen “Amerikanismen” in dieser Geschichte. Was sie sehr deutlich zeigt, ist, dass Bloggen in den USA eine absolut ernst zu nehmende Beschäftigung ist, die maßgeblich dazu da ist, Umsatz zu generieren. Aus der Amateur-Liga sind die hier längst raus (wobei es selbstverständlich auch hier die Hobby-Blogger gibt), hier will jeder an die “Big Bucks”, also das große Geld verdienen. Und das ist nicht ganz unmöglich, denn das Werbeaufkommen, das in den USA in professionelle Blogs investiert wird, bewegt sich im 3-stelligen Millionbereich.

Nachdem die Amerikaner von falscher Bescheidenheit nicht viel halten, wird natürlich auch gerne mit den entsprechend großen Schecks geprahlt. Jeremy hat ein Bild seines Schecks oben (über US$ 132.000,00 von Google) neben den Diplomen seiner Frau aufgehängt. So macht man das hier eben….

Für uns vielleicht alles ein wenig dick aufgetragen, ein bisschen viel von allem. Aber es zeigt doch sehr gut, wohin sich die Branche (und in USA ist es bereits eine Branche) entwickelt. Wobei auch hier die gleichen Spielregeln gelten:

  • Nur sehr gute Bloginhalte haben eine Chance nicht nur zu überleben, sondern sich auch zu monetarisieren
  • Erfolgreiches Blogging ist harte Arbeit (und nichts für “mal so nebenher”)
  • Erfolgreiches Blogging setzt voraus, dass ich mich auch um Anzeigenkunden kümmere, meine Besucherzahlen ständig im Blick habe, die Konkurrenz nicht aus den Augen verliere, etc. Also ein Geschäft betreibe, wie jedes Geschäft eben betrieben wird - professionell

Rund um Blogger und Anzeigenkunden haben sich Agenturen versammelt (IZEA ist so eine), die die beiden Seiten zusammenbringen und sich so eben auch ein Stückchen vom großen Kuchen abschneiden. Mit mehr und mehr Erfolg.

Den kompletten Vortrag von Jeremy Shoemaker können Sie sich hier ansehen. Er ist sehenswert, auch wenn er eben sehr amerikanisch ist.

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