“In ist, wer drin ist”
hieß es früher einmal, aber das reicht im Internet nun schon lange nicht mehr aus. Umsatz mit der Webseite machen nur die, die ganz weit oben in den Suchergebnissen erscheinen und da wollen nun mal alle hin. Es wird also ziemlich eng da vorne. Und genau hier kommen die vielen, vielen (oftmals selbst ernannten) SEO (Search Engine Optimization) Gurus zum Zuge. Aber ist alles Gold was glänzt, also alles richtig, was da verbreitet wird?
Schauen wir es uns doch mal genauer an:
Google - die Geheimnisvolle
Keiner, außer einigen Mitarbeitern bei Google kennt die Methoden, die Google zum Bewerten von Seiten anlegt, genau. Erschwerend hinzu kommt, dass Google diese Methoden in immer kürzeren Abständen verändert. Warum Google das macht? Ganz einfach: Um uns zu ärgern!
Kleiner Scherz, natürlich nicht. Google ist eine Suchmaschine und die Aufgabe einer Suchmaschine ist es Ergebnisse zu liefern und zwar richtige und relevante Ergebnisse, denn damit verdient Google letztlich sein Geld. Wenn Sie nach Katzenpflegemitteln suchen und von Google lauter Sexseiten angezeigt bekommen, sind Sie wahrscheinlich wenig begeistert. Also muss Google verhindern, dass genau das durch kleine oder größere Tricks passiert. So einfach ist das und das macht das Leben für alle anderen eben ein wenig komplizierter.
Titel und Überschriften
Google bedient sich beim Durchkämmen der Webseiten im Internet ihrer Computer, die an bestimmten Stellen nach bestimmten Dingen suchen. Maschinen sind doof, die tun einfach das, wozu man sie programmiert hat, nicht mehr und nicht weniger. Ihre Webseite kann noch so schön gestaltet sein, wenn nicht ein paar Regeln beachtet werden, kann Google sie nicht richtig wahrnehmen und werten, auch wenn Sie noch so nett und sympathisch daher kommen. Das fängt schon bei Ihrer URL (also Ihrer Webadresse) an. Ihr Firmenname kann noch so schön sein, wenn er keinen Bezug zu Ihrem Thema, Ihrem Produkt hat, tut Google sich schon schwer. Einfacher ist es, wenn Ihre Webadresse z.B. www.katzenpflegeprodukte.de lautet. Dann weiß der Googlebot schon mal, um was es auf dieser Seite wohl gehen soll. Klar, dass sich das dann bitte auch im Titel Ihrer Webseite wiederfinden sollte (das ist das, was Sie sehen, wenn Sie in Ihrem Browser einen neuen Reiter mit einer neuen Webseite aufmachen). Wenn Sie dann Ihre Webseite noch mit ensprechenden, relevanten Überschriften (also h1, h2, etc.) versehen, ist Google schon ziemlich zufrieden mit Ihnen.
Pagerank
Alle, alle, wollen einen guten Pagerank und das sofort. Was ist das eigentlich? Google bewertet die Relevanz der einzelnen Webseiten und verteilt eine Art Noten von 0 (irrelevant) bis 10 (super relevant). Die Relevanz einer Seite berechnet sich aus einer Mischung von Inhalt, eingehenden Links und, und das ist nicht zu vernachlässigen, der Zeit, die diese Seite schon online ist. Will heißen, wenn Ihre Seite, egal wie bescheiden sie auch sein mag, schon etliche Jahre online ist, hat sie auch (zumindest einen eingehenden Link vorausgesetzt) irgendwann Pagerank erarbeitet, durch schlichte Existenz. So kann es sein, dass eine Seite mit einem Pagerank von 3 bei Google VOR einer Seite mit einem Pagerank von 5 gelistet wird. Pagerank 5 ist einfach schon länger da, aber Pagerank 3 ist offensichtlich für den oder die Suchbegriffe relevanter.
Keywords
Es versteht sich wohl von selbst, dass Sie, bevor Ihre Seite online geht, herausfinden, welche Suchbegriffe die Menschen eingeben, wenn sie nach Ihren Produkten oder Dienstleistungen suchen. Das nennt man dann Keywords. Ebenso selbstverständlich sollte es sein, dass sich diese Keywords auch in den Texten Ihrer Webseite wiederfinden. Genau so selbstredend ist es aber auch, dass so genanntes Keywordspamming (also die sinnentleerte Aneinanderreihung von Keywords) auch bei Google wenig Freude auslösen wird (bei Ihren Lesern übrigens auch nicht). Stellen Sie sich vor, Sie sind bei einem Vortrag über die Schönheiten der Insel Mallorca und der Redner erwähnt in jedem zweiten Satz sein Reisebüro “Schöne Mallorcareisen”. Wie lange würden Sie dem wohl zuhören? Na also. Warum sollte das im Internet bitte schön ander sein? Als Anhaltepunkt gilt, 3 bis 5 relevante Keywords pro Seite sind ausreichend.
Links
Spätestens seit Google gekaufte Links heftig abgestraft hat, dürfte klar sein, dass das nicht zum richtigen Ergebnis führt. Trotzdem sind eingehende Links sehr, sehr wichtig, aber nur von relevanten Seiten, also Seiten, die eben auch was mit Ihrem Thema zu tun haben und, im Idealfall einen höheren Pagerank haben als Ihre eigene Seite. Ein wenig von diesem “Glanz” des höheren Pageranks färbt nämlich dann vorteilhaft auf Ihre Seite ab. Spätestens an dieser Stelle ist der Pagerank dann eben doch wieder wichtig. Verlinkt eine Seite mit einem Pagerank von 7 auf Ihre Seite mit einem Pagerank von 1, geht Google davon aus, dass sich auf Ihrer Seite wichtige und relevante Inhalte befinden. Noch besser ist es, wenn der Link auf Ihre Seite mit einem relevanten Keyword versehen ist (also nicht “hier” sondern “Katzenpflegemittel”). Letzteres gilt übrigens auch für die interne Verlinkung auf Ihrer Webseite - machen Sie es Google halt nicht so schwer.
Bilder
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte - findet Google auch. Sofern Sie Ihre Bilder auch ordentlich benennen. Wenn Sie auf Ihrer Webseite 10 unterschiedliche Bilder haben, die alle den Titel “Katzenpflegemittel” tragen, dann wird Google das verständlicherweise nicht sehr schätzen. Ergebnisse: Keines Ihrer Bilder wird von Google wahrgenommen und ins Goolge-Verzeichnis aufgenommen. Also: Jedes Bild braucht einen aussagekräftigen Titel, der den Inhalt des Bildes wiedergibt und Google dabei hilft, das Bild zuzuordnen.
Videos
Filme erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und sollten daher auf keiner Webseite fehlen. Hier gilt, was auch für Bilder gilt aber hier können Sie sogar noch mehr erreichen. Längst ist nämlich nicht mehr Yahoo die zweitgrößte Suchmaschine sondern YouTube. Zeigen Sie Ihre Videos also nicht nur auf der eigenen Webseite, sondern auch auf diversen Videoportalen und verlinken Sie dort auf Ihre Webseite. So wird nicht nur Google Ihre Videos in den Suchergebnissen zeigen, sondern eben auch diese Videoportale, was zusätzliche Besucher auf Ihrer Webseite verspricht.
Fazit
Google spielt nach eigenen Regeln, auf die wir alle keinen Einfluss haben. Damit müssen wir leben. Aber Sie können viele, einfache Regeln beachten, um Ihre Webseite in den Suchmaschinen ordentlich zu platzieren. Und dazu muss man nicht unbedingt ein Spezialist sein (auch wenn es nicht schadet).